CELLE. „Jeder soll auch in der Zukunft die Natur genießen können“, so Ernst-Ingolf Angermann (CDU), der Sprecher für Umwelt der Mehrheitsgruppe aus CDU, FDP, WGL und UB im Celler Kreistag. Die auf EU-Ebene ausgewiesenen FFH-Gebiete sind in nationales Recht zu fassen, das fordert die Europäische Union seit längerem von den Mitgliedsstaaten. Auch Niedersachsens Landkreise und deren Kreistage sind daher gefordert bis Ende diesen Jahres diesen Schutz sicherzustellen.

Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger hat die Mehrheitsgruppe im Kreistag nach eigenen Angaben aufgegriffen und das Thema in einer Klausurtagung beraten. Im Ergebnis gehe jedoch Gründlichkeit vor Schnelligkeit, so die Mehrheitsgruppe im Kreistag. Grundsätzlich begrüßt die CDU-FDP-WGL-UB-Gruppe die frühzeitige Beteiligung der betroffenen Körperschaften wie auch der Bürgerinnen und Bürger. So bestehe die Möglichkeit, grundsätzliche Inhalte abzugleichen und zu diskutieren. „Die Gruppe erwartet, dass nach Einarbeitung möglicher Eingaben mit einem optimierten, von möglichst vielen Betroffenen, getragenen Entwurf in das Verfahren gegangen werden kann“, so Ulrich Kaiser (WGL).

Die bisher bekannt gewordenen Reaktionen zeigten jedoch, dass Ausweisungen als Naturschutzgebiet mit den damit verbundenen Auflagen von den Einwohnern und Nutzern weitestgehend abgelehnt würden. Es sei zu befürchten, dass ursprüngliche Funktionen, wie Naherholung, Tourismus und Wirtschaft in den betroffenen Gebieten weiter eingeschränkt würden. „Andere Landkreise haben aus diesen Gründen Landschaftsschutzgebiete statt Naturschutzgebiete ausgewiesen“, so Harten Voss (FDP). Für die Mehrheitsfraktion im Celler Kreistag sind die Ziele des Umweltschutzes und der Bevölkerung in Landschaftsschutzgebieten am besten zu vereinbaren. Sie fordert die Kreisverwaltung auf, grundsätzlich die Ziele der EU-Vorgaben mit der Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten auch im Landkreis Celle, zu erreichen.



Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.