OLDENDORF. Der NABU Hermannsburg/Faßberg betreut mit Unterstützung des Niedersäschsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Naturschutzstiftung Celler Land, mit Prof. Dr. Thomas Kaiser, in Oldendorf eine ca. 1750 Quadratmeter große Sandkuhle. Hier wachsen sehr seltene Pflanzen, wie zum Beispiel der stark gefährdete Zwerglein (Radiola Linoides), laut NABU der einzige Bestand im Landkreis Celle. Oder die gefährdete Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum). Noch viel seltener ist der  Fadenenzian (Cicendia filiformis), der in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands in Kategorie 1 = „von vollständiger Vernichtung bedroht“ eingestuft ist. Es gibt nach Einschätzung des NABU in ganz Niedersachsen wahrscheinlich nur noch einen einzigen weiteren Bestand hiervon.

In der Sandkuhle des NABU in Oldendorf ist die Fläche, auf der diese seltene Pflanze wächst, in diesem Jahr mit Gras, meistens Pfeifengras, zugewuchert. Die Mitglieder der Naturschutzjugend (NAJU) des NABU Hermannsburg/Faßberg machten sich an die Arbeit und entkusselten unter der Leitung und Mithilfe von drei Erwachsenen den Bereich. Die Grassoden wurden mit Grabegabeln gelockert und dann von den Jugendlichen ausgerissen. Der Sand an den Wurzeln wurde gleich an Ort und Stelle abgeschüttelt, damit die wertvollen Fadenenzian-Samen der einjährigen Pflanze nicht verloren gehen. Es wurde ein Samstagvormittag benötigt, dann war die Fläche vom Gras befreit. Jetzt muss noch eine kleine Teichfläche vom Bewuchs befreit werden. Dafür werde der NABU aber maschinelle Hilfe benötigen. Dann werden auch die jetzt ausgegrabenen und ausgerissenen Grasbüschel abgefahren.

Text: Hans-Jürgen Huber

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