Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus schlägt Straßennamen "Zum braunen Sumpf" vor

Politik Von Extern | am Do., 16.01.2020 - 14:26

ESCHEDE. Das "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus" begrüßt eigenen Angaben zufolge, dass die Gruppe „Bündnis90/Die Grünen - FDP“ im Rat der Gemeinde Eschede Überlegungen anstellt, wie dem NPD-Landesverband unmissverständlich klar gemacht werden soll, dass Neonazis in Eschede nicht erwünscht sind. "Allerdings finden wir, dass eine Umbenennung der Straße Zum Finkenberg in Anne-Frank-Weg kein geeignetes Mittel ist. Das wäre kein würdiger Umgang mit dem Gedenken an Anne Frank, die 1934 mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, und kurz vor dem Kriegsende doch noch dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer fiel", heißt es in einer Stellungsnahme des Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus.

Eine Alternative wäre aus seiner Sicht, die Straße Zum Finkenberg in Sophie-Scholl-Weg umzubenennen. Dieser Vorschlag sei im Dezember vom „Bunten Haus Celle“ auf der Kundgebung gegen die braune Wintersonnwendfeier gemacht worden. Der Name „Sophie Scholl“ stehe eben nicht nur für Opfer, sondern auch für Widerstand.  Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.

"Noch besser wäre es unserer Meinung nach, überhaupt nicht den Namen einer Person zu nutzen. Wir schlagen vor, den Weg, der zum NPD-Hof Nahtz führt, umzubenennen in „'um braunen Sumpf'. Das würde deutlich zeigen, was am Ende dieser Straße vorzufinden ist", so Kirsten Dieckmann, Klaus Jordan und Wilfried Manneke im Namen des Namen des "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“.