Neue Küche im Notaufnahmelager Scheuen - Malteser korrigieren Gehaltskürzungs-Pläne

Gesellschaft Von Redaktion | am Mi., 06.01.2016 - 18:10

CELLE. Die Primus Malteser GmbH, ein Tochterunternehmen des Malteser Hilfsdienstes, wird ab Februar die Mahlzeiten für das Malteser-Notaufnahmelager in Celle-Scheuen liefern. Bislang hatte die Großküche des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH) für die Malteser mitgekocht. Gestern erst wurde den Mitarbeiten diese Entscheidung mitgeteilt und auch, dass diese erhebliche Gehaltskürzungen hinzunehmen hätten: Zwei Euro weniger Stundenlohn, keine Sondervergütung für Feiertage, Wochenenden, Nachtarbeit etc. Innerhalb einer Zwei-Tages-Frist sollte diesen neuen Bedingungen zugestimmt werden. Als CELLEHEUTE davon erfuhr und nachfragte, will man heute von diesen Plänen nichts mehr wissen.


Hintergrund dieser Entscheidung sei die Notwendigkeit, das Essen für die Flüchtlinge aus organisatorischen und hygienerechtlichen Gründen vor Ort aufzubereiten. Dafür werde die Primus Malteser GmbH moderne Konvektoren nach Scheuen liefern, die das Essen direkt vor der Ausgabe erwärmen. Dies solle die Malteser zudem weniger kosten als bisher. „Da wir bei der Versorgung der Flüchtlinge öffentliche Gelder verwenden, sind wir zur Sparsamkeit angehalten“, erklärt Raphael Ebenhoch, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim, die das Notaufnahmelager im Auftrag des Niedersächsischen Innenministeriums betreiben.

Diesen Wechsel will Ebenhoch nicht als Kritik am bisherigen Versorger verstanden wissen. „Wir sind den Verantwortlichen des AKH Celle außerordentlich dankbar dafür, dass sie uns seit der Eröffnung unseres Notaufnahmelagers im September so zuverlässig und kompetent zur Seite standen“, stellt der Geschäftsführer klar.

Primus Malteser habe nunmehr zugesagt, alle derzeit 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Malteser-Küchenteams in Celle-Scheuen ab Februar zu den bisherigen Konditionen zu übernehmen. Geschäftsführer Ebenhoch bedauert, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgrund interner „Versäumnisse in der Kommunikation“ zunächst andere Auskünfte gegeben worden waren. „Wir hoffen sehr, dass wir zu einer Beruhigung der Situation beigetragen haben und würden uns freuen, wenn Sie weiterhin im Konzernverbund der Malteser verbleiben würden“, heißt es in einem Schreiben Ebenhochs, das den Mitarbeitern des Küchenteams am heutigen Mittwoch vorgelegt wurde.