Neue Mitarbeiter beim Schwarzen Kreuz in Celle

Von Redaktion | am So., 24.01.2016 - 18:23

CELLE. Das „Projekt Brückenbau Celle“, Anlaufstelle für Straffällige in Celle, hat zwei neue Gesichter: Manuel Herrmann und Nina Hollung sind seit Anfang des Jahres mit dabei.

Diplom-Religionspädagoge Manuel Herrmann berät inhaftierte Menschen in der JVA Celle. Er bereitet sie mit auf die Entlassung vor und begleitet sie bei ihren ersten Schritten jenseits der Gefängnismauern. Bei vielen Aufgaben wird er von Ehrenamtlichen unterstützt. In der Straffälligenhilfe ist er neu. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war bisher die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, als Gemeinde- und Regionaldiakon in Gifhorn und später als Diakon der Jugendkirche in Peine. Doch das, was er unter eigentlichem diakonischen Handeln verstand, kam ihm in der Jugendarbeit auf Dauer etwas zu kurz: Menschen seelsorgerlich begleiten, Benachteiligten wieder auf die Beine helfen. „Da hatte ich gleich bei meinem ersten Gespräch mit einem haftentlassenen Mann das Gefühl, dass ich hier am richtigen Platz bin.“

Diakonin Nina Hollung hat bisher vor allem auf Stellen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising gearbeitet, zum Beispiel bei der Hildesheimer Blindenmission, der Diakoniegemeinschaft Stephansstift oder der Stiftung KiBa. Darum wird dieses Gebiet auch hier ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sein: „Meine Kenntnisse in dem ganz anderen Bereich Straffälligenhilfe einzusetzen ist eine völlig neue Herausforderung; darauf freue ich mich.“

Außerdem wird sie das Team in den anderen Bereichen verstärken, vor allem bei Seminaren und Projekten. Hier kann sie ihre Erfahrungen als Dozentin an der Hochschule Hannovers für angehende Sozial- und Religionspädagogen und als Dozentin der Familienbildungsstätte Celle einbringen.

Das Projekt Brückenbau Celle e.V. hilft inhaftierten und haftentlassenen Menschen, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen. Das betrifft zum Beispiel das Erlernen von Kompetenzen zur Alltagsbewältigung, den Umgang mit Behörden oder die Arbeits- und Wohnungssuche. Zusätzlich berät es Angehörige. Gegründet wurde es 1988 als Tochterverein der christlichen Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz.
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