Neue Saison der musikalischen Mittagspausen beginnt

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 27.05.2019 - 21:59

CELLE. 23 Minuten Musik und 7 Minuten Text - so lautet das Erfolgsmodell der musikalischen Mittagspausen in der Stadtkirche St. Marien Celle. Die stetig wachsende Zuhörerschaft in den vergangenen Jahren bestätige dieses kirchliche Angebot einer kleinen „Auszeit vom Alltag“, so Kantor Michael Voigt.

Die diesjährige Saison beginnt am Samstag, den 1.6. um 12.00 Uhr mit Kreiskantorin Katrin Hauschildt (Orgel) und Claus Woywodt (Text). Zu hören sind Sätze aus der Sonate B-Dur opus 65,4 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847) und dem Concerto a-Moll BWV 593 von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750). Außerdem erklingt eine der schönsten Choralbearbeitungen des Leipziger Thomaskantors: „Von Gott will ich nicht lassen“ BWV 658 aus den „Leipziger Chorälen“.

An den folgenden Samstagen bis Ende September sind wieder viele Musikerinnen und Musiker aus Celle mit jeweils sehr abwechslungsreichen Programmen zu hören, so das formidable Duo Dietrich Ackemann (Trompete) und Elisabeth Michaelis (Orgel) am 15. Juni, die ehemalige Kreiskantorin Almut Höner zu Guntenhausen am 29. Juni, ihr hochtalentierter ehemaliger Schüler Robin Hlinka am 20. Juli, sowie Anke Henschel am 27. Juli.

Neben Orgelmusik erklingen auch diverse andere Instrumente: Die Violinistin Bettina Ihrig (am 13. Juli) und die Cellistin Riccarda Schikarski (am 10. August) spielen Kammermusik und Solosuiten von Johann Sebastian Bach. Zudem sind zwei hochkarätige Gäste zu hören: Ebenfalls Bach spielt die Baseler Traversflötistin Johanna Bartz am 22. Juni, „Musik der Empfindsamkeit“ bietet die mehrfache Echo-Preisträgerin Karla Schröter (Barockoboe) aus Köln mit dem Organisten Willi Kronenberg am 3. August.

Auch die Celler Bläsergruppe (am 31. August) und die Chöre des Gymnasium Ernestinum (am 21. September) sind gern gehörte Gäste der Mittagspausen. Eine Besonderheit verspricht der 14. September: Im Rahmen eines kirchenmusikalischen Impulstages am für die zahlreichen neben- und ehrenamtlichen Organistinnen und Chorleiterinnen von Lüneburg bis Wolfsburg spielen die Teilnehmerinnen eines Workshops an der 1999 von Rowan West rekonstruierten Barockorgel. Zudem setzt der „Hausorganist“ Michael Voigt die Reihe „Bach und mehr“ mit der Aufführung des gesamten Orgelwerkes von Johann Sebastian Bach und seines Schülers Johann Ludwig Krebs fort: Unter anderem erklingen am 8. Juni die berühmten „Schübler-Choräle“. Die Besucherinnen und Besucher erwartet also auch in diesem Jahr ein sehr vielseitiges Programm zum Genießen und Nachdenken.