Lautstark und gekonnt sorgten die Schülerinnen und Schüler der Paul-Klee Schule mit ihren Trommelrhythmen zur Eröffnung der Aktion „Neue Straße der Gedichte“ für Aufmerksamkeit. Für ihre engagiert vorgetragenen Musikbeiträge gab es die ersten Beifallsstürme dieses Nachmittags. Die 12. Celler Jugendbuchwoche erlebte einen ihrer Höhepunkte. Über 220 Schüler aus 11 Schulen in Stadt und Landkreis trugen ihre Lieblingsgedichte vor.

Neue Strasse der Gedichte (7)Die jüngeren Mädchen und Jungen kamen aus den Grundschulen Hehlentor, Klein Hehlen, Altstadt, Heese-Süd und aus der Katholischen Grundschule. Viele Passanten hielten an, Eltern waren gekommen, Marktbeschicker, Touristen hörten zu wie auch einige der Autoren der Jugendbuchwoche. Diese waren sich einig: „Solch eine öffentliche Gedichtaktion haben wir noch nirgends auf unseren Lesereisen durch Deutschland erlebt.“ Georg Bydlinski aus Österreich hörte im Vorübergehen gar sein eigenes Gedicht vorgetragen, er konnte sich anschließend der jungen Rezitatorin zu deren Überraschung und Freude als Autor vorstellen. Fünf Schülerinnen und ihr Lehrer Uwe Winnacker aus dem Ernestinum, festlich in schwarzem Anzug, dankten den Rezitatoren mit einer Verbeugung: „Hut ab vor der Poesie!“

Die Vortragenden aus den Celler Gymnasien Ernestinum, KAV und HBG, aus dem Christian-Gymnasium in Hermannsburg und aus der Oberschule Lachendorf hatten eine große Vielfalt von klassischen Gedichten und moderner Lyrik im Programm wie auch ergreifend vorgetragene eigene Strophen. Auch Fremdsprachiges war zu hören, z. B. englische und spanische Lyrik. Die Hermannsburger Gymnasiasten stellten zudem noch plattdeutsche Gedichte und lateinische Verse vor. Ihr Repertoire war so groß, dass sich das Publikum Titel wünschen konnte.

Eine ältere Dame sagte einer Organisatorin aus der Bibliotheksgesellschaft, sie habe durch das Zuhören eben ihr schönstes Geburtstagsgeschenk erhalten, und dankte mit einer Spende.

Die Schülerinnen und Schüler mit ihren engagierten Lehrkräften aber erhielten für ihre couragierten Auftritte ein Eis und Gedichtkarten. Mit Gewissheit bleibt ihnen der Applaus der Zuhörenden in Erinnerung.

Fotos: Peter Müller

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