CELLE. Blitzer oder Maut-Stelle? Das noch verhüllte Gerät am Wilhelm-Heinichen-Ring gibt derzeit Verkehrsteilnehmern Rätsel auf – es sei denn, sie lesen unsere App bzw. Facebook-Ausgabe. Auf Nachfrage von CELLEHEUTE hat der Landkreis nun auch offiziell das Geheimnis gelüftet.

An dieser Stelle wird die Geschwindigkeit von 2,6 Millionen durchfahrenden Kraftfahrzeugen im Jahr gemessen. Aufgrund schlechter Straßenbeschaffenheit habe die bisherige Anlage aber seit Jahren nicht durchgängig betrieben werden können. Zudem sei es dem Eichamt in Braunschweig nicht mehr möglich, die in der Straße verbauten Sensoren zu eichen.

Würde der bisherige Blitzer erneuert, entstünden Kosten für die technische Wiederherrichtung (Straßenausbesserung, Neueinbau von Sensoren) und für die Eichung der Anlage. Aus diesem Grund ersetzt der Landkreis Celle diese Anlage durch eine moderne Blitzersäule mit Lasertechnik. Diese Anlage messe unabhängig von Sensoren in der Straße, übrigens in eine Richtung und nur Tempoverstöße. Zukünftig würden damit zusätzliche Aufwendungen für Straßenausbesserungsarbeiten entfallen, zusätzlich Eichungen und inaktive Messanlagen.

Die Anlage soll spätestens am Mittwoch, 16. Mai, in Betrieb genommen werden. Die Kosten für die Erneuerung liegen bei 80.000 Euro. Grund für die intensive Überwachung an dieser Stelle sei die Unfallhäufigkeit. Die Verkehrsunfallkommission hat den Wilhelm-Heinichen-Ring in Höhe der Straße „Vor den Fuhren“ als Unfallschwerpunkt identifiziert. So gab es zuletzt Anfang April einen schweren Unfall, bei dem ein Mensch getötet und mehrere weitere Personen teilweise schwer verletzt wurden. 

 

„Aktualisiert“ Ein Toter und mehrere Verletzte nach Unfall

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