Neues Themengrabfeld „Schmetterlingswiese“ auf dem Celler Stadtfriedhof

Umwelt Von Extern | am Di., 27.04.2021 - 19:24

CELLE. Gärtnerisch gestaltete Themengrabfelder liegen im Trend. Das wird besonders anhand der steigenden Nachfrage an themenbezogenen Grabfeldern auf dem Stadt- und Waldfriedhof der Stadt Celle deutlich. „In den vergangenen Jahren wurden immer mehr solcher Grabstätten erworben“, weiß Harry Sinkel und ergänzt: „Die gärtnerische Pflege der speziellen Grabfelder übernimmt der Friedhofsbetrieb der Stadt Celle für die gesamte Laufzeit.“

Um der Nachfrage gerecht zu werden, entwickelt der städtische Friedhofsbetrieb stetig neue Ideen für ansprechende Themengrabfelder, so die Stadt Celle. Aus der Auseinandersetzung mit dem Friedhof als Lebensraum für Pflanzen und Tiere erwuchs die Idee für das neue Projekt „Schmetterlingswiese“. Harry Sinkel dazu: „Mit der Schmetterlingswiese ist nun eine zeitgemäße Begräbnisstätte entstanden, in der die Angehörigen ihre Verstorbenen gut aufgehoben wissen. Gleichzeitig wird die Biodiversität gefördert. Das möchten wir insbesondere der jüngeren Generation vermitteln und laden die Bürger zu einem Besuch auf dem Friedhof ein. Bei einem Spaziergang lässt sich die Natur zu jeder Jahreszeit in all ihren Facetten erleben.“

Für die Schmetterlingswiese wurde eine 830 m² große Rasenfläche auf dem Stadtfriedhof Celle ausgewählt, auf der eine Eberesche und eine Japanische-Hänge-Zierkirsche die Ansicht prägen. Im Traufbereich der Bäume blühen im zeitigen Frühjahr tausende Blausternchen (Scilla siberica) sowie Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum), sie dienen als erste wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln nach dem Winter. Durch Anpflanzung von Stauden und Kleingehölzen, wie zum Beispiel Lavendel und Thymian, auf den Grabbeeten sollen selten gewordenen Schmetterlinge den für sie wichtigen Nektar finden. Mit den blütenreich gestalteten Grabbeeten soll den Friedhofsbesuchern ein Spiel von Farben und Insekten geboten werden, außerdem laden themengerecht gestaltete Parkbänke zum Verweilen ein.

Um das Grabfeld in seiner Ausgestaltung gesamtheitlich erhalten und entwickeln zu können, werden die 74 möglichen Erd- und Urnengrabstätten gärtnerisch vom Friedhofsbetrieb betreut. Eine individuelle Gestaltung durch die Hinterbliebenen sei nicht möglich, so die Stadt. Es könnten aber ein Steinkissen zur Kennzeichnung der Grabstätte sowie ein Vasenstein für einen kleinen Blumengruß abgelegt werden.

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