CELLE. Nach einer logistischen Meisterleistung fand gestern Abend im Hotel Heidekönig in Celle der Neujahrsempfang der Unabhängigen Bürger für Celle e. V. statt. Eigentlich wollte man dazu das Kulturschiff „ms loretta“ am Hafen entern, doch Hochwasser machte eine Begehung trotz Mühen der DLRG unmöglich. Innerhalb weniger Minuten wurde ein neuer Raum gefunden. Obwohl das Catering bereits bestellt war, zeigte sich das Hotel unkompliziert und kooperativ und stellte einen Raum für rund 50 Mitglieder und Interessierte zur Verfügung. 

Hartmut Cewe, Vorsitzender der Unabhängigen und Mitglied im Rat der Stadt Celle, blickte auf die Herausforderungen der Bundespolitik des vergangenen Jahres zurück und meinte, dass auch vor dem Hintergrund der derzeit omnipräsenten Flüchtlingsthematik die Wichtigkeit der Kommunalpolitik nicht vergessen werden dürfe. Er wies darauf hin, dass ohne Vereine, Verbände und die Arbeit vieler Ehrenamtlicher auch in der Politik die großen Herausforderungen nicht zu stemmen wären.

Cewe hält es für sinnvoll, dass auch die Unabhängigen einen Oberbürgermeister-Kandidaten stellen. Vor einer Entscheidung plane man ein Treffen mit dem designierten Kandidaten der CDU, Dr. Jörg Nigge, um seine Vorstellungen zur Entwicklung der Stadt zu hinterfragen und zu sehen, ob eine Zusammenarbeit möglich wäre. Generell seien die Mitglieder allen Parteien gegenüber gesprächsbereit.

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Udo Hörstmann nannte als Schwerpunkte der Arbeit im Stadtrat unter anderem den Haushalt der Stadt Celle sowie die Bebauung der Allerinsel, die nach Meinung der Unabhängigen als Parkmöglichkeit und als Festplatz erhalten bleiben müsse.

Zum Abschluss bat Hörstmann für das Jahr 2016 um Unterstützung, auch finanzieller Art, die der Verein benötige, um weiterhin “Probleme und Missstände in der Politik der Stadt” aufzeigen zu können. Er wies auf die Jahreshauptversammlung hin, die am 19.02.2016 stattfinden werde. Der Slogan „Mit Mut vorwärts“ soll das Bündnis in das kommende Jahr begleiten.

Text: Angela Siems
Fotos: Peter Müller