CELLE. „Als Grünkohl-König tue man gut daran, auf dem Teppich zu bleiben“, stellte Dr. Martin Biermann gleich zu Beginn seiner Antrittsrede als Majestät im Hof Wietfeldt klar. Der CDU-Stadtverband lud am Wochenende rund 50 Mitglieder und Freunde zum traditionellen Grünkohl-Essen ein, begrüßt von Alexander Wille und Kathrin Fündeling und krönten den Ex-OB zum diesjährigen Grünkohl-König.

Biermann war von Beginn an bewusst, dass er seine auf zehn Minuten begrenzte Redezeit nicht einhalten würde – die doppelte Länge sollte es am Ende sein. Er versprach zwar, sich aus kommunalpolitischen Themen herauszuhalten, aber der 70-Jährige kam nicht am beinahe legendären Neumarkt-Kreisel vorbei und zitierte CELLEHEUTE, die umstrittenen Gitter einfach als Hindernis-Lauf zu sehen. „Diese sportlichen Herausforderungen nehmen viele Celler tagtäglich an und nicht nur der Bund der Steuerzahler zeigt sich hier beeindruckt.“

Zur Bundespolitik äußerte er sich nachdenklich und mahnend. Bei aller Kritik an Bundeskanzlerin Merkel scheinen „manche zu vergessen, dass ein Absturz der Union ohne Merkel vielleicht viel früher eingetreten wäre. Als christliche Partei kennen wir aber die Bibel und wissen genau: Dem gepriesenen Hosianna folgt ganz schnelle das ‚kreuzige ihn‘ oder in diesem Fall ’sie‘.“ Auf Erfolge der Vergangenheit gebe es eben keinen Kredit. „Alle, die jetzt nach Veränderung rufen, sollten wissen: Wer mit dem Strom schwimmt, schwimmt immer bergab.“ Nicht jeder Wechsel in der Parteiführung führe zum Erfolg, was der Koalitionspartner beweise: „Auf eine Merkel kommen bei der SPD zehn Parteivorsitzende und es folgt dennoch ein Tiefpunkt auf Tiefpunkt.“





Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.