NRW hat sie, Bayern hat sie, Berlin und Hamburg auch, sogar das Saarland: Eine eigene Landes-Adresse im Netz. Eine solche „Top-Level-Domain” soll jetzt auch für Niedersachsen kommen – so hat es nun der Niedersächsische Landtag beschlossen.

„Niedersachsen ist Netz-Land: Als CeBIT-Standort und Bewerberland um das deutsche Internet-Institut stünde es uns gut zu Gesicht, endlich auch eine eigene Niedersachsen-Domain zu bekommen – quasi eine digitale Heimat im Netz”, erklärt Maximilian Schmidt, Sprecher für Netzpolitik in der SPD-Landtagsfraktion.

Künftig soll es möglich sein, eine Domain mit der Endung .niedersachsen zu registrieren – ebenso, wie es mit .bayern oder .nrw bereits möglich ist. „Vor Jahren gab es in Deutschland vor allem die .de-Domain. Mittlerweile sind über 16 Millionen Adressen registriert, die verfügbaren Namen werden knapp“, sagt Schmidt.

„Für Unternehmen, Organisationen und Freiberufler, aber auch für Tourismus und Kultur wäre eine Niedersachsen-Domain ein neues Angebot mit vielen neuen Möglichkeiten“, so Schmidt. Mit der neuen Adresse könnten viele auch die Verbundenheit zum Land zum Ausdruck bringen und die Marke Niedersachsen stärken“, betont der SPD-Netzpolitiker die Vorzüge.

Die Idee scheine so überzeugend gewesen zu sein, dass der Landtag heute mit den Stimmen aller Fraktionen die sofortige Abstimmung durchgeführt und den Antrag einstimmig beschlossen hat. Damit ist der politische Wille erklärt, der Weg zur Niedersachsen-Domain beginnt aber erst: „Dafür ist ein umfangreiches Verfahren nötig: Es muss ein Partner zur technischen Betreuung gefunden und ein Antrag bei der international zuständigen Organisation gestellt werden. Außerdem muss Missbrauch ausgeschlossen werden – wir wollen nicht, dass sich beispielsweise Rechtsradikale Niedersachsen-Domains abgreifen“, so Maximilian Schmidt.

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