HANNOVER. Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies und Hamburgs Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch haben gestern in Seevetal aktuelle Verkehrsthemen der länderübergreifenden Zusammenarbeit erörtert. Dabei ging es insbesondere um eine noch engere Zusammenarbeit in der Verkehrs- und Baustellenkoordination.

„Die Anzahl der Baustellen wird aufgrund des Investitionshochlaufs in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Daraus resultieren zusätzliche Herausforderungen für die Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit. Ich bin mir mit Senator Frank Horch einig, dass es dazu einer fortlaufenden engen Abstimmung beider Länder bedarf. Wir werden deshalb unsere bewährte und gute Zusammenarbeit im Koordinierungskreis zum Verkehrs- und Baustellenmanagement sowie zu den Themen der Mobilität insgesamt fortsetzen und weiter vertiefen. Dabei verfolgen wir einen verkehrsträgerübergreifenden Ansatz und beziehen natürlich auch die Bahn sowie die betroffenen Regionen vor Ort in eine intensive Kommunikation mit ein“, sagte Lies.

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg : „Klar ist doch, dass Verkehr nicht an den Landesgrenzen aufhört, sondern sich an den großen Verkehrsachsen orientiert. Für den Wirtschaftsstandort Hamburg mit seinem großen Einzugsgebiet in den Nachbarländern ist eine funktionierende Baustellen- und Verkehrskoordination enorm wichtig. Die Zusammenarbeit mit Niedersachsen hat sich positiv entwickelt und beide Länder haben heute bekräftigt, an diesem Modell festzuhalten.“

Minister Lies betonte in diesem Zusammenhang, dass die Koordinierungsarbeit künftig durch den Einsatz einer leistungsstarken Software mit dem Namen ROADS (Roadwork Administration and Decision System) unterstützt werden soll. „Wir wollen die Chancen der Digitalisierung auch im Baustellenmanagement nutzen. Ich konnte mich bereits vor einigen Monaten von der Leistungsfähigkeit und dem breiten Anwendungsspektrum des von Hamburg entwickelten Systems überzeugen. Wir haben uns daher verständigt, dass unsere Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Software künftig in den Geschäftsbereichen Verden, Stade und Lüneburg zur Koordinierung von Baumaßnahmen einsetzen wird und alle laufenden und künftigen Maßnahmen einpflegt“, so der Minister. ROADS wird damit zu einem zentralen System der länderübergreifenden Zusammenarbeit in der Verkehrs- und Baustellenkoordination.

 

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