Keine klare Öffnungs-Perspektive - Niedersachsens Wirtschaft enttäuscht

Wirtschaft Von Extern | am Fr., 12.02.2021 - 17:40

HANNOVER. Die heute im Rahmen der Landespressekonferenz vorgestellte neue niedersächsische Corona-Verordnung stößt in weiten Teilen der niedersächsischen Wirtschaft auf große Enttäuschung. „Wir hatten uns von den Bund-Länder-Beschlüssen in dieser Woche und der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung endlich eine verlässliche Perspektive für das Wiederanfahren der Wirtschaft erhofft“, sagt IHKN-Präsident Uwe Goebel.

„Die heute vorgelegte neue Landesverordnung hat uns sehr ernüchtert. Erneut wurden nur kleine Änderungen vorgestellt, die aus unserer Sicht darüber hinaus zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Aus Perspektive der niedersächsischen Wirtschaft wäre wichtig gewesen, dass der niedersächsische Stufenplan schon jetzt in die Verordnung implementiert wird, denn die niedersächsischen Betriebe brauchen ein Öffnungsszenario.“

Unverständlich ist aus Sicht der IHKN, warum die Politik einigen Branchen vertraue, dass deren Hygienekonzepte greifen, anderen aber nicht. Die niedersächsischen Unternehmerinnen und Unternehmer – vor allem im stationären Einzelhandel, in Hotellerie und Gastronomie, körpernahen Dienstleistungen und Veranstaltungswirtschaft – hätten im vergangenen Jahr zum Teil mit erheblichem finanziellem Aufwand Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt. „Wenn betriebliche Corona-Testungen, eine schnellere Impfkampagne und die bessere Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten gewährleistet sind, spricht aus unserer Sicht nichts gegen das Wiederanfahren der Wirtschaft in allen Branchen und Betrieben“, so Goebel. „Es gilt nach wie vor: Der Lockdown darf keinen Tag länger dauern als unbedingt nötig.“

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