HANNOVER/CELLE. Die Niedersächsische Gedenkstättenstiftung an den Dammaschwiesen, die mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen den mithin wichtigsten Erinnerungsort des Landes unterhält, wird in den beiden kommenden Jahren finanziell besser ausgestattet. „Wir haben heute mit den Stimmen aller Fraktionen im Haushaltsausschuss des Landtages beschlossen, den Landeszuschuss für die Stiftung in 2017 um 100.000 Euro und in 2018 um 150.000 Euro zu erhöhen“, berichtet der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt. „Ich freue mich über dieses Ergebnis sehr, da dadurch die moderne Gedenkstättenarbeit der Stiftung weiterhin unterstützt wird.“

Grundlage hierfür sei ein bereits Mitte des Jahres vom Landtag beschlossener Entschließungsantrag zur Intensivierung der Zusammenarbeit der niedersächsischen Gedenkstätten mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem. Hierzu habe das Land Niedersachsen im September eine niedersächsisch-israelische Partnerschaftsvereinbarung verabschiedet. Konkret soll dabei der pädagogisch-wissenschaftliche Austausch gefördert werden. „Für die Arbeit der Stiftung bedeutet dies neue Aufgaben, die wir jetzt auch finanziell unterstützen. Ganz besonders wichtig war uns die stärkere Unterstützung der Schulfahrten, insbesondere nach Bergen-Belsen – mit den zusätzlichen Mitteln wird dieser Bereich besonders gefördert“, so Schmidt.

Im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen kamen mehr als 70.000 Menschen durch das NS-Terrorregime um. „Hieran erinnert die Gedenkstätte Bergen-Belsen, mit dem neuen Dokumentationszentrum wurden seinerzeit Maßstäbe gesetzt. Doch auch nach dem Großereignis des 70. Jahrestages der Befreiung im Jahr 2015 geht die Arbeit weiter: Mit dem Ausbau auf das Displaced Persons Camp auf dem Gelände des Camp Hohne wird nun ein weiterer Aspekt von Bergen-Belsen stärker beleuchtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, erläutert Schmidt die Pläne. „Wir tragen für die Bewahrung des Erinnerungsortes Bergen-Belsen eine besondere Verantwortung. Deshalb bin ich froh, dass es uns im Landtag gelungen ist, nach den Bauinvestitionen jetzt auch die Stärkung der pädagogisch-wissenschaftlichen Arbeit gemeinsam durchzusetzen und gerade mehr jungen Menschen den Weg zur Lernerfahrung in Bergen-Belsen zu ermöglichen.“