Niedersächsische Landwirte wollen kein „Farm to Fork“

Wirtschaft Von Extern | am Fr., 22.10.2021 - 18:05

HANNOVER. Zu der am Dienstag im europäischen Parlament mit großer Mehrheit beschlossenen "Farm to Fork"-Strategie äußert sich der Zusammenschluss von Landwirten aus Niedersachsen "Land schafft Verbindung" kritisch:

"Endlich mehr Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit, so verspricht man  sich. Wahrlich ein Grund zur Freude, sollte man meinen. Anlässlich des Welternährungstages am 16.10. wurde das heere Ziel ausgelobt, die Zahl der weltweit hungernden Menschen, von derzeit 811 Mio. bis 2030 auf null zu reduzieren. Prima. Hunger ist furchtbar und wirklich niemandem zu wünschen.  

Nun wurden den Parlamentariern vor der Abstimmung die Folgen der "Farm to Fork"-Strategie auf dem Silbertablett präsentiert. Dort heißt es, dass die Nahrungsmittelerzeugung im Europäischen Raum dadurch merklich reduziert werden würde. Weiter heißt es, dass wir Lebensmittel, die hier fehlen, recht einfach importieren können. Nur fehlen sie dann an anderen Stellen.
 
Anstatt den Hunger in der Welt zu bekämpfen, wird er also noch direkt gefördert. Kurz: Farm to Fork tötet! Es wird also vollkommen bewusst, billigend in Kauf genommen, dass immer mehr Menschen hungern müssen. Oder geschieht dies etwa sogar vorsätzlich? Allem Anschein nach sind den politischen Entscheidungsträgern jegliche Menschlichkeit und Mitgefühl verloren gegangen. Wenn sie denn jemals welches hatten. Angesichts solcher irrsinnigen Entscheidungen müsste man eigentlich von einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprechen. Aber glücklicherweise können sich die Abgeordneten hinter ihrer parlamentarischen Immunität verstecken. Wahrlich eine Schande für unser Europa, welches sich ach so gern als leuchtendes Vorbild für den Rest der Welt betrachten will."