Trotz Unterschriftensammlung: Nienhagen bleibt ohne Volksbank-Geldautomat

Gesellschaft Von Redaktion | am Mi., 13.01.2021 - 15:14

NIENHAGEN. Der SoVD Ortsverband Nienhagen und der Seniorenbeirat der Gemeinde Nienhagen hatten sich nach der Filialschließung der Volksbank am Ort mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt eines Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker stark gemacht. Über 400 Unterschriften wurden im vergangenen Herbst gesammelt. Nun endlich überreichten Annette Kesselhut vom SoVD-Ortsverband Nienhagen und Roswitha Sartorius vom Seniorenbeirat der Gemeinde Nienhagen die Unterschriftenlisten in den Räumen der Volksbank Südheide-Isenhagener Land-Altmark in Celle. Wegen der Einhaltung der Abstandsregeln habe kein früherer Termin gefunden werden können, so der SoVD.

Mit der Übergabe sollte der Unmut zum Ausdruck gebracht werden, der durch die Schließung der Filiale in Nienhagen bei den Bürgerinnen und Bürgern aufgekommen ist. Kay Schiemann und Olaf Genth, die die Listen entgegennahmen, zeigten sich beeindruckt von der Zahl der Unterschriften, teilt der SoVD mit. Im anschließenden Gespräch seien von beiden Seiten die Positionen noch einmal dargelegt worden. Kay Schiemann machte deutlich, dass es erst einmal dabei bleiben werde: kein Geldautomat und Kontoauszugsdrucker in Nienhagen.

Schon vor Corona hätten die Auszahlungen an den Geldautomaten abgenommen; seit der Corona-Pandemie sei die Nutzung noch massiver zurückgegangen. Zudem sei ein neuer Standort bisher nicht gefunden worden, trotz aller Bemühungen. Man sei aber weiterhin in Gesprächen. "Zum Glück gibt es in den Supermärkten jetzt die Möglichkeit, bis 200 Euro beim Einkauf abzuheben - und den Sparkassen-Geldautomaten, auch wenn die Volksbankkunden hier Gebühren entrichten müssen, wenn sie hier Geld abheben wollen", so SoVD und Seniorenbeirat.

Der Kontoauszugsdrucker könne aber nur von Sparkassenkunden genutzt werden. "Aber die Kontoauszüge kann man sich ja zuschicken lassen. Darüber sind beide Seiten froh – eine Notlösung, aber eine richtige Lösung für das Problem ist das nicht", so die Kritiker der Filialschließung.

Kay Schiemann und Olaf Genth verwiesen in dem Gespräch auch auf die Telefonfiliale der Volksbank, über die viele Anliegen direkt mit MitarbeiterInnen der Volksbank besprochen und abgewickelt werden könnten und die – länger als jede Filiale – täglich zwölf Stunden erreichbar sei. Gerne sei die Volksbank bereit, im kleinen Rahmen gemeinsame Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen anzubieten, was derzeit aufgrund von Corona jedoch nicht möglich ist. "Auch wenn beide Seiten Verständnis zeigten und Anregungen aufgenommen wurden, so ging man doch ohne Ergebnisse auseinander", lautet die Bilanz von SoVD und Seniorenbeirat.