CELLE.  Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Celle veranstaltet anlässlich des Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen!“ eine Fachtagung. Digitale Medien wie Internet, PC oder Smartphone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern unser Leben. Informationen sind schnell abrufbar und verbreiten sich über das Internet in Sekundenschnelle: Sie können mit vielen Menschen geteilt und weitergeleitet werden.

Dubravka Simonivic, UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen, befasst sich 2018 in ihrem jährlichen Bericht mit den Auswirkungen digitaler Gewalt. Sie fordert transparente und schnelle Reaktionen sowie wirksame Rechtsmittel. „Es sind neue Formen der Gewalt im sozialen Nahbereich entstanden – Partnerschaftsgewalt setzt sich mit digitalen Medien fort“, so Simonivic. Es gehe dabei unter anderem um Cyber-Stalking, um Überwachen und Verfolgen, um Kontrolle und Ausspionieren, um Identitätsmissbrauch und Identitätsdiebstahl.

Die Organisation Terre des Femmes rief am 25. November 2001 den ersten Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen!“ ins Leben. Weltweit wird mit Aktionen und Veranstaltungen dazu aufgerufen, Gewalt an Frauen zu beenden. Die diesjährige Veranstaltung ist ein kleines Jubiläum – zum 15. Mal macht der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Celle mit einer Aktion auf das Thema aufmerksam. Es gab Fachtage mit den Themen „Stalking“, „Kinder misshandelter Mütter“, „Vernetzung“ oder „Gewalt ist nie privat“. Auch Informationstage in der Celler Innenstadt und ein Theaterstück mit Celler Schülern haben stattgefunden.

Am Donnerstag, 22. November 2018, in der Zeit von 13.30 – 18.00 Uhr können sich neben Fachleuten aus den Bereichen Medizin, Justiz, Sozialwesen und Polizei auch Personen, die an dem Thema interessiert oder durch ihre Tätigkeit betroffen sind, im Forum des Gymnasium Ernestinum zu Digitaler Gewalt informieren.

  • Moritz Becker, smiley – Verein zur Förderung der Medienkompetenz e.V., berichtet über „Seelische Gewalt in sozialen Netzwerken – Ursachen, Eskalation und Intervention“.
  • Hans-Joachim Henschel, Landeskriminalamt Niedersachsen, Zentralstelle Prävention Cybercrime informiert zu „Spuren im Netz – Verwendung, Verbreitung und Vermeidung“.

Im Anschluss gibt es einen Erfahrungsaustausch zwischen Gästen, Referenten und den Vertreterinnen des Hilfesystems vor Ort Tanja Haase, Haus der Familie, Paritätischer Celle, und Silke Büttner, Stiftung Linerhaus.





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