Öffentliche Vereidigung in Sülze: 240 Unteroffizier- und Feldwebelanwärter legen Gelöbnis ab

Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 03.05.2019 - 10:58

SÜLZE. Insgesamt 240 Unteroffizier- und Feldwebelanwärter des Feldwebel-/ Unteroffizieranwärterbataillons 2 wurden gestern auf dem Sportplatz des TuS Eversen/Sülze e.V. vereidigt. Eine Besonderheit: Die Vereidigung fand unter Anwesenheit der Öffentlichkeit statt. Die Auszubildenden aus der ersten Kompanie aus Celle und der dritten Kompanie aus Bückeburg marschierten auf den Platz mit vollbesetzter Tribüne ein, um gemeinsam den Eid zu schwören. Dahinter folgte die Ehrenformation, bestehend aus dem Heeresmusikkorps Hannover, der Fahnenabordnung und dem Ehrenzug.
Der Sülzer Ortsbürgermeister Michael Buhr begrüßte die Soldaten: „Seit 1970 pflegt die Gemeinde eine gute Patenschaft mit der Bundeswehr. Daher freut es mich, dass die Vereidigung jetzt erstmalig in unserem Dorf stattfindet“. Es sei schön, dass die Vereidigung nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit - wie sonst üblich - vollzogen werde. Der Besuch der BürgerInnen könne den angehenden Feldwebeln und Unteroffizieren ein großer Ansporn für ihre wertvolle Arbeit sein: „Es ist ein sichtbarer Ausdruck der Wertschätzung und die Gäste unterstreichen die Bedeutung der Bundeswehr“. Buhr sprach seinen vollsten Respekt gegenüber den Soldaten aus, die er als Vorbild erachte.

Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Henning Otte, schloss sich den Worten Buhrs an. In Zeiten des Brexits, der russischen Machtdemonstration in der Ukraine und weltweitem Terror sei es wichtig, dass jedes Land seinen Beitrag leiste: „Die Gesellschaft bedarf eines inneren Zusammenhalts und eines Schutzes nach außen. Die Bundeswehr trägt eine Verantwortung für die BürgerInnen dieses Landes“. Einem Soldaten werde Verantwortung, die Pflicht zur Tapferkeit und eine gewissenhafte Ethik abverlangt. Im Gegenzug habe die Politik für alle nötigen Ressourcen Sorge zu tragen. „Ich gebe mein Versprechen, dass ich alles dafür tue, damit die Arbeit der Bundeswehr zukünftig wieder mehr wertgeschätzt wird“, betonte Otte.

Soldaten des Feldwebel-/ Unteroffizieranwärterbataillon 2 berichteten über ihre ersten Eindrücke. Demnach ist die Ausbildung in den ersten Tagen für alle Anwärter eine große Umstellung gewesen. Dabei habe sich schnell gezeigt: Der Zug ist nur so stark wie sein schwächstes Glied. Die Bundeswehr lebe von der Kameradschaft. Ein großes Lob empfingen die Ausbilder, die auch über die Ausbildung hinaus mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten.

Die letzten Worte vor der Vereidigung der Lehrgangsteilnehmer kamen von Kommandeur, Oberleutnant Silvio Mahn: „Die rege Teilnahme der Öffentlichkeit zeigt die Integration unserer Streitkräfte in der Gesellschaft und ihre Verbundenheit mit der Region“. Ein Soldat zu sein, bedeute, sich zu diesem ehrenvollen Dienst zu bekennen. Dafür würden die Auszubildenden in Zukunft an den NATO-Grenzen und weltweit dienen. „Führer, Kämpfer, Ausbilder, Nothelfer - dieser Beruf hat viele Gesichter. Er verlangt einen hohen physischen als auch psychischen Willen“, so Mahn. Gemeinsam legten die Soldaten nun den Grundstein für die Zukunft der Bundeswehr.