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Celle

„Oh, eine Dummel!“ wieder in Celle – Mit Karikatur und Satire gegen Rechtsextremismus

23.10.2018 - 11:07 Uhr     Jan-Patrick Biedermann    0
Fotos: Peter Müller


CELLE. Gestern wurde die aktualisierte Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ erstmals in der Stadtbibliothek Celle gezeigt. Seit dem Start 2016 tourte die Ausstellung 5000 Kilometer durch Niedersachsen – die mittlerweile 30. Station ist erneut Celle. Neben Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne und Projektleiter der Ausstellung, begrüßten Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der Celler Oberbürgermeister Jörg Nigge sowie Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, die rund 100 Gäste. „Oh, eine Dummel!“ wurde durch den Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle und der CD-Kaserne ins Leben gerufen.



Aus über 600 Karikaturen entstand eine Wand aus Karikaturen, die die Mitglieder des Kuratoriums ausgewählt haben. „Die Idee, Karikaturen und satirische Beiträge einzusetzen, um junge Menschen möglichst niedrigschwellig zur aktiven und kritischen Auseinandersetzung mit menschen- und demokratiefeindlichen Positionen anzuregen, hat mich von Beginn an überzeugt und begeistert“, sagt Tonne, Schirmherr der Wanderausstellung. Wichtig sei es, die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung dafür zu sensibilisieren, menschenfeindliche Positionen als solche zu erkennen und in ihrem gefährlichen Gehalt zu entschlüsseln.

Die Stadtbibliothek ist, laut Nigge, ein Ort der Kommunikation. Umso mehr befürworte er die Wahl des Standorts, weil Kommunikation die einzige Art sei, um gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit vorzugehen. „Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Es sind alle Personen angesprochen, sich für Toleranz, Offenheit und Verständigung in unserer Gesellschaft einzusetzen“, so der Familienvater. Umso wichtiger sei es, Kinder und Jugendliche mit der Ausstellung anzusprechen, da in Schulen und Kindergärten die Grundlagen für Demokratie gelegt würden.

„Die CD-Kaserne nicht nur als Spaßbude, sondern als inhaltsreiches Zentrum für junge Leute anzubieten, ist eine großartige Idee“, betont Biallas. Jugendliche erreiche man nicht durch Belehrung, ist Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, überzeugt: „Es benötigt ein interessantes Konzept, das Interesse weckt“. Die Klosterkammer Hannover, das Niedersächsische Kultusministerium sowie die Stiftung Niedersachsen sind die Hauptförderer der Wanderausstellung.

Die Eröffnung war auch gleichzeitig Beginn der „Aktionswochen gegen Rechtsextremismus 2018“, die vom 22. Oktober bis zum dritten November im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ in Celle stattfinden. Laut Thomsen habe es noch nie so viele Resonanzen und Teilnehmer gegeben.



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