„Ohne Sorgen selbstbewusst durchs Leben" – Jugendgesundheitstag reloaded mit „Fit Teens IGS“

Wissenschaft Von Redaktion | am Mi., 04.09.2019 - 20:54

CELLE. Weder Mathe noch Deutsch standen heute auf dem Stundenplan des siebten Jahrgangs der IGS Celle. Für die 180 SchülerInnen drehte sich heute alles rund um die physische und psychische Gesundheit: 14 Workshops - von Rudern, Parcours, HIV – Geht mich das etwas an?, bis zur Selbstbehauptung oder Zahngesundheit - luden die SchülerInnen ein, sich mit  Gesundheit zu beschäftigen. Die Teilnehmer besuchten jeweils zwei Workshops à 90 Minuten, bevor zum Abschluss jeder noch einen kurzen Blick in die anderen Projekte werfen konnte.
Initiator des „Fit Teens“ ist der Arbeitskreis Jugendgesundheit, der mit der Premiere dieser Veranstaltung den Jugendgesundheitstag in neuer Form aufleben lassen will. Viele Jahre war der Arbeitskreis, auf Initiative des Gesundheitsamtes und unter Mitwirken der Kooperationspartner des Jugendamtes und des Kreissportbundes Celle, aktiv und hat gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern aus dem Gesundheitsbereich den alle zwei Jahre stattfindenden Jugendgesundheitstag in der CD-Kaserne organisiert. Nach Personalwechseln, dem Rückzug der CD-Kaserne aus dem Arbeitskreis und zuletzt rückläufigen Besucherzahlen auf der Messe, gab es die Überlegung, den Jugendgesundheitstag zu reformieren. „In Zukunft sollen die SchülerInnen aktiv in die Umsetzung mit einbezogen werden. Das Event soll seinen passiven Messecharakter verlieren“, beschreibt der Jahrgangsleiter der siebten Klassen an der IGS, Marcel Wollschläger, die Veränderungen.

Das Thema Gesundheit passe hervorragend in die naturwissenschaftlichen Themen einer siebten Klasse. Daher hofft Wollschläger auf eine Wiederholung im nächsten Jahr: „Die Kinder hatten eine Menge Spaß. Über eine Wiederholung entscheidet der Arbeitskreis, wir würden uns auf jeden Fall freuen“. Und auch „ich würde mich freuen, wenn dieses Event in den nächsten Jahre wiederholt wird. Es war eine ruhige und entspannte Atmosphäre, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe“, sagt Noah Connell, Schüler des siebten Jahrgangs. Und Schüler Marius Mowinkel fügt hinzu: „Alle ehrenamtlichen Helfer waren sehr nett und haben uns die Workshops gut erklärt“. Bei den beiden Jungs blieben vor allem die Stationen und Aufgaben im Gedächtnis, bei denen selbständig Themen erarbeitet wurden.

Frauke Ristau, Mitarbeiterin des Landkreises Celle im Bereich Jugendschutz, Suchtprävention, klärte mit KollegInnen über den Konsum von Alkohol und Tabak auf. Klar im Fokus bei der Arbeit mit den Jugendlichen: den Dialog suchen.„Wir versuchen, die Jugendlichen dazu zu bewegen, ihren Konsum zu hinterfragen und einen verantwortungsvollen Umgang zu erreichen. Im besten Fall ermutigen wir sie, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen“. Eine Anregung zu geben, hält auch Ronny Harz, vom Elternkomitee der IGS und Veranstalter des Workshops „Selbstverteidigung“, für das Ziel dieses Vormittags: „Wir können nicht in anderthalb Stunden das Verhalten ändern. Aber die Kinder sollen sehen, was Selbstverteidigung eigentlich bedeutet: Ohne Sorgen selbstbewusst durchs Leben gehen“, fasst Harz zusammen.