CELLE. Hansjörg Albrecht gilt als einer der brillantesten Organisten und Chorleiter unserer Zeit. Insbesondere das Werk von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) steht im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Als Leiter des von Karl Richter gegründeten Münchener Bach-Chores und Bach-Orchesters ist er einer besonderen, klangsinnlich und expressiv geprägten Aufführungstradition verpflichtet. Sein Repertoire als Dirigent und international renommierter Konzertorganist reicht jedoch noch weit darüber hinaus: Mozart, Wagner, Mahler und als Organist auch Olivier Messiaen gehören zu seinen bevorzugten Komponisten. Als Solist spielte er unter anderem die tschechische Erstaufführung des Orgelkonzerts von Naji Hakim. Ein besonderer Höhepunkt als Dirigent war die Zusammenarbeit mit Jean Guillou in der Orgelsinfonie von Camille Saint-Saens.

Der künstlerische Weg des 1972 geborenen Hansjörg Albrecht begann unweit der Leipziger Thomaskirche – dort wo Johann Sebastian Bach seine Vision von einer „regulierten Kirchenmusik“ in die Tat umsetzen konnte. Im sächsischen Freiberg geboren und von der Klangästhetik der dortigen Silbermannorgeln geprägt, begann seine Laufbahn als Sänger im Dresdner Kreuzchor, bevor ihn das Dirigier- und Orgelstudium nach Hamburg, Lyon und Köln führte. Parallel war er als Assistenzorganist an der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg tätig. Inzwischen hat Albrecht schon an den bedeutendsten Konzertstätten  weltweit konzertiert, z.B. an der New Yorker Carnegie Hall, der Westminster Cathedral in London, der Kirche St. Eustache in Paris oder den Philharmonien in Berlin, Köln und München sowie dem Leipziger Gewandhaus. Seine Diskographie umfasst mehr als 20 CDs, u.a. mit Orgeltranskriptionen von Bach, Händel, Vivaldi, Wagner, Mussorgski, Rachmaninow und anderen.

In einem Orgelrecital in der Stadtkirche St. Marien Celle am Samstag, den 18.8.2018 um 18.00 Uhr, erklingen Orgelübertragungen von bekannten Werken Johann Sebastian Bachs wie dem Eingangschor der Ratswahlkantate BWV 29 (Transkription von Marcel Dupré) und der Chaconne d-Moll BWV 1004 (ursprünglich für Violine solo, für Orgel übertragen von Arno Landmann). Das Italienische Konzert BWV 971 sowie die Französische Ouvertüre BWV 831 hat Albrecht selbst für Orgel bearbeitet. Am Schluss des Konzertabends steht als einziges Originalwerk Bachs die große Passacaglia und Fuge BWV 582. Der Eintritt (nur Abendkasse) beträgt 12 € (ermäßigt 8 €).



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