ELDINGEN. In der Reihe „Orgelschätze in der Lüneburger Heide“ wird am Freitag, 17. August 2018 um 19.00 Uhr, in der St.-Marien-Kirche Eldingen ein Orgelportrait der Eduard-Meyer-Orgel (1853) angeboten. Es enthält ausgewählte konzertante Teile, in denen die Orgel zum Klingen gebracht wird; geplant sind dazu Werke von Johann Sebastian Bach, von seinem Sohn Carl Philipp Emanuel (als Vertreter des „Sturm und Drang“), von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie weiterer Komponisten der Früh- und Hochromantik.

Vorbereitet und durchgeführt wird das Orgelportrait von Axel Fischer, Kreiskantor in Lüchow-Dannenberg und zugleich als Orgelsachverständiger beratend beteiligt bei der vor fünf Jahren durchgeführten Restaurierung der Meyer-Orgel. Die Orgel wurde von Eduard Meyer, dem Sohn des hannoverschen Hoforgelbauers Ernst Wilhelm Meyer, erbaut. Sie  besitzt 17 Register auf zwei Manualen und Pedal. Über die zur Erbauungszeit übliche grundtönig angelegte Disposition hinaus, zeichnet sich diese Orgel durch eine „kernige Manual-Trompete 8′, einen Zimbelstern sowie ein schwellbares zweites Manualwerk aus“, informiert Axel Fischer.

„Die 2013 von der Orgelbauwerkstatt Feopentow ausgeführte umfangreiche Restaurierung hat das Werk klingend wiedererwecken können. In diesem Zusammenhang wurde ein zwischenzeitlich eingebautes terzhaltiges Register (Sesquialtera), jetzt umgebaut als Cornett, in den Registerbestand dauerhaft übernommen und bereichert nun die Klänge der Orgel so, wie es der Orgelbauer Meyer anderenorts mehrfach selbst vorgenommen hatte. Eine leicht ungleichstufige Temperierung der Orgel unterstützt eine charakteristische Farbigkeit dieser prächtigen Orgel, eine klangvolle Bereicherung der Orgellandschaft im Kirchenkreis Celle“, so Fischer.

Deshalb soll mit diesem Orgelportrait über die Kirchengemeinde Eldingen hinaus auf diese besondere Orgel, einen echten „Orgelschatz“, aufmerksam gemacht werden. Das Orgelportrait am 17. August umfasst dazu neben der musikalischen Präsentation auch Textbeiträge zur Orgelbauwerkstatt Meyer sowie eine Orgelführung direkt am Instrument. Kompetente Erläuterungen zur Funktion der Orgel sowie Klangbeispiele charakteristischer  Einzelregister und vielfältig möglicher Registerkombinationen sind in die Veranstaltung, die auf ca. 75 min. Länge angelegt ist, eingebettet. Dank maßgeblicher Förderung dieser Veranstaltung durch den Lüneburgischen Landschaftsverband kann dieses Orgelportrait bei freiem Eintritt angeboten werden. Darüber hinaus sind Spenden am Ausgang sehr willkommen.

Eine Übersicht über die diesjährigen Veranstaltungen der „Orgelschätze in der Lüneburger Heide“ (noch bis zum 28. Oktober) ist zu finden unter www.lueneburgischer- landschaftsverband.de/ projekte/orgelschaetze.html

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.