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Volles Haus beim Spargelessen der Christdemokraten

Otte: „Immer, wenn die CDU regiert, geht es den Menschen besser“

09.05.2017 - 15:01 Uhr     siems    0

CELLE. Auf Einladung von Stadt- und Kreisverband waren gestern Abend über als 200 Gäste zum mittlerweile 5. CDU-Spargelessen auf dem Klein Hehlener Bauernhof Lehmann zusammengekommen. Für die „Spargelrede“ konnte in diesem Jahr der Präsident des Niedersächsischen Landtages, Bernd Busemann, MdL, gewonnen werden.

„Als wir diesen Abend geplant haben, wussten wir noch nicht, auf welchen freudigen Sonntag wir heute zurückblicken können“, nahm CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Wille in seiner Begrüßung Bezug sowohl auf das Wahlergebnis der französischen Präsidentschaftswahlen wie auch auf den Wahlsieg der CDU bei den Landtagswahlen in Schleswig Holstein am 7. Mai 2017. Das „Ja“ der Franzosen sei mit Blick auf Europa auch für die Deutschen von besonderer Bedeutung, so Wille.

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge (CDU) blickte in seinem Grußwort noch einmal auf das vergangene Jahr zurück, als er im Rahmen seines Wahlkampfes um das Amt des Oberbürgermeisters erstmalig beim CDU-Spargelessen konkrete Ziele genannt hatte. Man müsse sich jedoch nicht nur an seinen Worten, sondern vor allem an seinen Taten messen lassen, erklärte Nigge und ging kurz auf zwei seiner elementaren Ziele ein: den Haushalt der Stadt innerhalb von 5 Jahren zu konsolidieren und den Leerstand zu halbieren. „Der Leerstand ist der Nukleus, Celle wieder nach vorn zu bringen und daher Chefsache im Rathaus“, so der Oberbürgermeister.

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und -Kreisvorsitzende Henning Otte richtete ebenfalls einige Worte an die Gäste. Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausgang der Wahlen in Frankreich: „Wir haben nur eine Zukunft und die liegt in Europa“, ist Otte überzeugt. Er sei zudem sehr erfreut gewesen, dem Spitzenkandidaten der CDU in Schleswig-Holstein, Daniel Günther, zur gewonnen Landtagswahl in Schleswig-Holstein gratulieren zu können.

Kurz ging er auf einige Themen ein, denen man in der CDU einen besonders hohen Stellenwert beimesse, wie z. B. die innere und die äußere Sicherheit des Landes. „Frieden und Freiheit sind für uns nicht verhandelbar“, betonte Otte. Er freue sich auf die bevorstehende Zeit bis zur Bundestagswahl und den sich daran anschließenden Landtagswahlkampf. „Immer wenn die CDU regiert, geht es den Menschen besser“, ist der Bundestagsabgeordnete überzeugt.

Busemann richtete den Blick zu Beginn seiner „Spargelrede“ auf die CDU als Volkspartei. „Ich bin seit 1971 Mitglied der CDU und habe es noch keinen Tag bereut, Mitglied einer Volkspartei zu sein“, betonte Busemann. Dennoch müsse man hin und wieder mal innehalten und sich fragen, was die Partei ausmache. Zum einen sollen Bürgerinnen und Bürger so viel wie möglich selbst entscheiden können – das sei das Liberale in der christdemokratischen Union. Das Konservative in der CDU meine, dass man bewahren wolle, was sich bewährt habe. Hierzu zähle auch, über Werte, wie z. B. Respekt auf verschiedensten Ebenen des Miteinanders, zu reden. Auch die soziale Gerechtigkeit sei ein Thema der Partei. „Wir haben doch alle eine gewisse Vorstellung von einem sozialen und gerechten Miteinander“, so der Landtagspräsident. Auch wenn es in einzelnen Bereichen noch etwas zu verbessern gebe, könne man doch mit vielem, wie z. B. der Arbeitsmarktsituation, sehr zufrieden sein. Die Schere zwischen arm und reich sei in den vergangenen Jahren ebenfalls nicht weiter auseinander gegangen.

Auch zur Landespolitik hatte Busemann einiges zu sagen. Als ehemaliger niedersächsischer Kultusminister liege ihm die Bildungspolitik sehr am Herzen – hier laufe derzeit nicht alles so, wie es laufen solle. Obwohl eine Menge Lehrer eingestellt worden seien, sei die Unterrichtsversorgung vielerorts nicht gut. Auch auf die Inklusion kam der Landtagspräsident zu sprechen: „Der Weg zur perfekten Inklusion ist noch sehr, sehr weit. Ich halte es für einen Riesenfehler, dass man so viele Förderschulen geschlossen hat“, erklärte Busemann.

Bezugnehmend auf die Politik des derzeitigen niedersächsischen Landwirtschaftsministers sagte er: „Man sollte die fleißigen Menschen, für die man zuständig ist, ein bisschen mögen“. Die Landwirte haben es seiner Meinung nach nicht leicht – man müsse dankbar sein, dass es noch Menschen gebe, die diesen Beruf ergreifen, meinte der Präsident des niedersächsischen Landtags.

Ein besonders wichtiges Thema ist für Busemann die innere Sicherheit. Die Polizei müsse in den Orten sichtbar sein, das gebe den Menschen ein besseres Gefühl. Dafür sei es nötig, genügend Polizeibeamte einzustellen und sie vernünftig auszurüsten. Zudem sei die Rückendeckung von Bürgerinnen und Bürgern für die Polizei von großer Bedeutung.

Wille dankte Busemann abschließend für die packende und vielseitige Spargelrede, die auch vom Publikum mit anhaltendem Applaus bedacht worden war. Beim gemeinsamen Spargelessen hatten die Gäste noch Gelegenheit zum Austausch mit dem Landtagspräsidenten und den anderen anwesenden Abgeordneten aus Landtag, Kreistag, Stadt- und Ortsräten.

Fotos: Peter Müller

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