WIECKENBERG/WIETZE. Zum Jahresauftakt am Sonntag, den 20.01., um 17 Uhr gastiert in der Reihe „Weltklassik am Klavier“ im Büchtmannshof, Stechinellistraße 6 in 29323 Wieckenberg/Wietze die vom nördlichen Polarkreis stammende Pianistin Ekaterina Litvintseva. In ihrem Spiel paare die Russin meisterhafte Virtuosität mit tiefer Emotionalität, mit der sie einfühlsam und behutsam dem Ursprung der Werke nachspürt. Ihr Programm „Kaleidoskop der Gefühle – Sturmsonate und symphonische Etüden!“ biete ihr mit Meisterwerken von Beethoven, Schubert, Chopin und Schumann Raum, das jedem Werk immanente, facettenreiche Farbenspiel musikalisch aufleuchten zu lassen. Platzreservierungen sind möglich unter 0211 936 5090.

EKATERINA LITVINTSEVA
Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Ekaterina Litvintseva am nördlichen Polarkreis, blickte aus dem Fenster auf das nördliche Eismeer mit der klaren Luft und den im Winter wie gemeißelt erscheinenden Eisbrocken und erlebte im Sommer die zauberhafte Farbenpracht der Tundra. Dieses Leben prägte ihren Sinn für Klarheit und Farben – auch am Klavier. Ekaterina wurde 1986 in Magadan (Russland) geboren und erhielt dort ihre erste musikalische Ausbildung. Schon mit 16 Jahren studierte sie in Moskau, später in Köln, sowie in Würzburg. Bereits mit 10 Jahren gewann Ekaterina den ersten Preis und setzte diese Erfolge bei zahlreichen Wettbewerben fort. Sie trat in namhaften Konzertsälen auf, u.a. Bremer Glocke, Hamburger Musikhalle, Konzerthaus Berlin, Beethovenhalle Bonn. Ekaterina hat 4 CDs eingespielt: Klavierkonzerte von Mozart und Chopin, Klavierwerke des jungen und späteren Rachmaninow.

„Weltklassik am Klavier – Kaleidoskop der Gefühle – Sturmsonate und symphonische Etüden“
Das Konzert wird eröffnet von einem mysteriöses Fantasiegebilde: der „Sturmsonate“ von Beethoven. Der Schlüssel zu dieser Sonate soll – laut Beethovens Biograph Schindler – in Shakespeares „Sturm“ zu suchen sein. Die darauf folgenden „Drei Klavierstücke“ D 946 von Schubert erzählen von den emotionalen Befindlichkeiten des Komponisten. Im Gegensatz zu den beiden Werken steht Chopins dritte Ballade, die sich durch ihre lichte Stimmung unterscheidet. Das Konzert wird abgerundet durch die „Symphonische Etüden“ von Schumann. Dazu äußerte sich der Komponist: „Das Objekt soll zwar immer fest vor einem liegen, aber das Glas, mit dem man es ansieht, ein verschieden gefärbtes sein, ähnlich wie es aus buntem Glase zusammengesetzte Scheiben gibt, wodurch die Gegend jetzt rosaroth wie im Abendglanz, jetzt golden wie an einem Sonnenmorgen erscheint“.

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