CELLE. „Vergangenes Wochenende konnten die Anwohner im Stadtteil Neustadt/Heese wieder miterleben, was schon seit Jahren Alltag im öffentlichen Erscheinungsbild des Stadtteiles ist. Der Konflikt zwischen Türken und Kurden erreicht wieder Celler Wände.“ Das berichtet CDU-Ortsratsmitglied, Jannes Müller, der die Wut gegen den türkischen Staatsapparat nachvollziehen kann. Dennoch stellt er fest: „Diese Art der Meinungsäußerung ist nach unserer Überzeugung nicht nur eine miserable Außenwerbung, sondern ist vor allem strafbar.“

Im Grunde genommen sei‘ die aktuelle Schmiererei nichts weiter als eine von einer ganzen Serie von „Meinungsäußerungen“, die schon fast zum normalen Erscheinungsbild des Stadtteiles gehörten und nicht selten Zeichen und Symbole von verbotenen, terroristischen oder verfassungsfeindlichen Gruppen enthielten. „Insgesamt kann man nicht wirklich von der alleinigen Schuld einer Gruppierung sprechen, es finden sich durchaus auch Zeichen und Symbole der SS. Bemerkenswert an der Thematik finden wir nur, dass schon seit einigen Jahren großflächige und offensichtlich verbotene Schmierereien in der Heese existieren und offenbar noch niemand die Eigentümer ,z.B. der vielen „grauen Kästen“ im Ortsteil kontaktiert hat, damit diese zumindest gegen die verbotenen Inhalte mit Farbe vorgehen können. Stellen sie doch eine miserable Außenwerbung für die Stadt Celle dar“, so Müller.

Aus diesem Grunde habe die CDU im Ortsrat Neustadt/Heese bereits vergangenes Jahr beantragt, dass die Eigentümer, insbesondere von besagten „Grauen Kästen“, auf Zeichen und Symbole terroristischer Vereinigungen, die auf ihrem Eigentum zu finden sind, von der Verwaltung angesprochen werden sollen, damit diese aus dem öffentlichen Erscheinungsbild verschwinden. Später habe die CDU den Antrag allerdings zurückgezogen, um dem Wunsch der Ortsratsmehrheit zu entsprechen, ihn auf alle verbotenen Organisationen zu erweitern.

„Zur Verbesserung der Situation fordern wir, dass die Verwaltung mindestens auf die Eigentümer der „grauen Kästen“ zugeht. Hier werden die meisten Schmierereien angebracht, die auch längere Zeit halten. Hier müsste man sicherlich auch wieder Personal einsetzen, um erstmal einen Überblick zu bekommen. Andererseits ist die PKK oder die SS am Ortseingang auch nicht grade Werbung für potentielle Investoren oder Familien, die überlegen in Celle zu investieren bzw. beabsichtigen, hier längerfristig zu wohnen“, so Müller abschließend.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.