Reportage: Mein Zukunftstag im Celler Badeland
- CELLEHEUTE
- vor 14 Stunden
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von Elisa Quindt
CELLE. Am Zukunftstag gehen Schülerinnen und Schüler in verschiedene Betriebe, um sich beruflich Orientieren zu können. Normalerweise gehe ich auf das Gymnasium Burgdorf, doch am Donnerstag habe ich einen Tag in der Redaktion von CELLE HEUTE verbracht. Als Redakteure hatten wir einen Termin im Celler Badeland. Dort sprachen wir mit den Profis vor Ort und anderen Schülerinnen und Schülern.
Rundgang durchs Celler Badeland
Wir wurden von Marlon Hahn, einem Fachangestellten für Bäderbetriebe, in die Pflichten und Aufgaben eines "Bademeisters" eingeführt. Er selbst mag diese Bezeichnung nicht und erzählte uns von einer Wette in seinem Freundeskreis: "Wer mich so nennt, muss einen Kasten Bier ausgeben."
Marlon Hahn, der frisch seine dreijährige Ausbildung beendet hat, zeigte am Zukunftstag sechs interessierten Schülerinnen und Schülern seinen vielfältigen Beruf.
Drei der Kinder kamen auf die Idee, weil sie selbst beim Celler Schwimm-Club (CSC) schwimmen. Die elfjährige Emily antwortet auf die Frage, was ihr den bis jetzt am besten gefalle: "Alles ist super!"
Zu dem Programm gehörte eine Führung, wo die Verwaltung und Technik gezeigt wurde, Wassergymnastik, die Kontrolle der Temperatur und des Chloranteil sowie ein kleiner Erste Hilfe Kurs.
"Überall im Schwimmbad sind Geheimgänge."
"Überall im Schwimmbad sind Geheimgänge", erzählte Kira begeistert nach der Führung. Unter dem Schwimmbad erstrecken sich in der Tat beeindruckende Rohrsysteme, die sowohl für die Filterung des Wassers, als auch für das Kontrollieren des Chlorgehaltes da sind. Trotz des automatischen Systems muss man dreimal am Tag per Hand Temperatur und Chlor messen. Die sieben unterschiedlichen Becken haben eine Temperatur von 28 bis 36 Grad.

Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Chlor sollte enthalten sein, weil sich sonst die Bakterien schneller ausbreiten können. Wenn der Chlorgehalt zu hoch ist, bekommt man Rötungen an der Haut und den Augen. Im schlimmsten Fall müssten sogar die Becken gesperrt werden, wie Marlon Hahn erklärt. Im Anschluss durften die Kinder selbst messen. Ein verbreiteter Irrglaube: Dass das Wasser in einem Kreislauf gefiltert und immer wieder verwendet wird. Tatsächlich wird nur 70 Prozent des Wassers aufbereitet und der Rest wird durch neues Wasser ersetzt.
Erste Hilfe: 30 mal drücken, zweimal beatmen
Ein anderer Aufgabenbereich als Fachangestellter für Bäderbetriebe: Im Notfall Leben retten. Dazu lernten wir die Wiederbelebung. Nach dem ersten Ansprechen des Bewusstlosen und informieren des Rettungswagens, muss man die Atmung kontrollieren. Wenn man Atmung spürt: stabile Seitenlage. Ansonsten: die typische Wiederbelebung, bei der man die Arbeit des Herzens ersetzt bis der Rettungswagen kommt. Dazu 30 mal auf den Brustkorb drücken und dann 2 mal beatmen. Hierbei ist es wichtig nicht sein ganzes Lungenvolumen zu nutzen. Marlon Hahn erklärte das mit einem Vergleich: "Man sollte nicht alles reinpusten, weil die Lunge wie ein Luftballon ist. Bei zu viel platzt er." Die Lunge würde in sich zusammenfallen. Zum Glück ist es in den vier Jahren, in denen Marlon angestellt ist, erst einmal zum Ernstfall gekommen.

Alles in Allem war es ein sehr informativer und spannender Tag.