Praetorius im Klassenzimmer: Musik-Ensemble besuchte Grundschule Blumlage-Altstadt

Musik Von Redaktion | am Mo., 15.11.2021 - 17:44

CELLE. Im Rahmen des schulischen Musikvermittlungsprogramms „Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer“ finden im November Schulbesuche von MusikerInnen in ganz Niedersachsen statt. Anlass für den thematischen Fokus gibt Michael Praetorius, einer der bedeutendsten historischen Komponisten des 17. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen. 2021 jähren sich zugleich sein Geburtsjahr zum 450. und das Todesjahr zum 400. Mal.

In der Durchführung des Programms „Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer“ soll die Musik des 17. Jahrhunderts am Übergang von der Renaissance zum Früh-Barock, samt der damals gespielten Instrumente für SchülerInnen lebendig werden. Von über 120 Bewerbungen niedersächsischer Schulen aller Schulformen werden 40 Besuche bis Mitte Dezember realisiert. Einer davon fand heute an der Grundschule Blumlage-Altstadt statt.

Zehn Kilo schwere Kleider braucht es nicht, um nach Melodien der Renaissance tanzen zu können. In Jeans und Sweatshirts bewegten sich die dritten Klassen ebenso huldvoll zu den historischen Klängen, wie es bereits Königin Elisabeth I. und ihr Gefolge im 16. Jahrhundert taten.

Mitglieder des hannoverschen Barockorchesters „la festa musicale“ nahmen die Kinder mit auf eine Fantasiereise durch verschiedene Räume des Schlosses Wolfenbüttel, in dem Praetorius als Hofkapellmeister angestellt war. Es wurde gesungen, getanzt und musiziert und das erarbeitete bei einem Abschlusskonzert vorgestellt.
Über 120 Schulen ab Klasse drei haben sich landesweit um eine Teilnahme an diesem Projekt beworben, 40 wurden ausgewählt und werden von den Experten historischer Musik noch bis Mitte Dezember besucht.

„Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer“ wird realisiert durch Musikland Niedersachsen und gefördert durch das Niedersächsische Kultusministerium (Aktionsprogramm HAUPTSACHE:MUSIK), die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung