CELLE. Unter dem Titel „Integration durch Spiel“ hat die Grundschule Vorwerk in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Integration der Stadt Celle ein zunächst zweimonatiges Projekt zur Förderung der Integration auf die Beine gestellt. Damit soll Kindern mit und ohne Migrationshintergrund die Gelegenheit geboten werden, sich losgelöst vom Unterrichtsgeschehen in gemeinsamen Gesellschaftsspielen aufeinander einzulassen.

Die Grundschule Vorwerk ist ein Lernort, der durch die Zuwanderung in den letzten Jahren sehr viel Zuwachs bekommen hat. Hier treffen Kinder mit und ohne Migrationshintergrund aufeinander. Einige Kinder sprechen und verstehen wenig oder kein Deutsch. Diese sehr gemischte Gruppe soll zusammenfinden, so das Ziel der Schule. Rektorin Kathrin Linneweh umschreibt das Projekt mit einem Wunsch: „Wir möchten mit dieser Bildungs- und Integrationsmaßnahme die Bildungschancen der Kinder durch ein zügiges Erweitern ihrer Sprach- und Sozialkompetenz erhöhen und ihre Integration in die Gesellschaft fördern.“

In offener Atmosphäre im gemeinsamen Umgang mit Gesellschaftsspielen sollen die Kinder die deutsche Sprache im neuen Kontext kennen lernen und ohne Scheu erproben. Sie sollen in der Interaktion miteinander Rücksicht, Respekt, Fairness und Gemeinschaftssinn weiterentwickeln und multikulturelle Freundschaften schließen.

In diesem Zusammenhang machten sich Serpil Klukon, Abteilungsleiterin Integration, und die Auszubildende Sandra Zantow einen Eindruck vom Projekt und besuchten die Akteure in der Schule. Aktuell nehmen 18 Kinder in zwei Gruppen daran teil. „Integration fängt im Kindesalter an. Das gemeinsame Agieren außerhalb und zusätzlich zum Unterricht schafft unter den Kindern Vertrauen. Spielerisch können Sprachkenntnisse gefördert, die Konzentration gestärkt, ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt und Freundschaften aufgebaut werden“, so Serpil Klukon.

Durch die Unterstützung der Koordinierungsstelle Integration konnte dieses Projekt schnell verwirklicht werden. Die Kindergruppe besteht aus Schülerinnen und Schülern aus den Eingangsstufen mit und ohne Migrationshintergrund und trifft sich viermal in der Woche. Das Projekt startete am 15. Oktober und läuft noch bis zum 14. Dezember.

Die erworbenen Stärken sollen im Unterrichtsgeschehen weiter umgesetzt und fortentwickelt werden. „So wird eine Integration in die Schul- und Lerngemeinschaft positiv verstärkt und die Freude am gemeinsamen Leben und Lernen gefördert“, so die Initiatioren des Projektes. Die Spieleinheiten werden von Mirjam Kruse und Marion Braun mit viel Spaß und Engagement koordiniert und begleitet. Ihr Fazit: „Dieses Projekt stärkt nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler. Mit einem erweiterten Wortschatz können sich Kinder besser mitteilen und öffnen.“



Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.