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Celle

Projekt Brückenbau ist seit 30 Jahren für ehemalige Häftlinge da

05.09.2018 - 14:45 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller


CELLE. Das „Projekt Brückenbau“ des Schwarzen Kreuzes Christliche Straffälligenhilfe e.V. feierte gestern Abend sein 30-jähriges Bestehen. Das „Projekt Brückenbau“ ist eine offizielle Anlaufstelle des Landes Niedersachsen für Straffällige und deren Angehörige. Hier unterstützen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende straffällig gewordene Menschen und deren Angehörige mit einem individuellen Beratungs- und Betreuungsangebot. Sie helfen bei der Bewältigung des Alltags, motivieren zu einem Leben ohne Straftaten, stärken die Selbsthilfemöglichkeiten und unterstützen die Integration in die Gesellschaft. Darüber hinaus vertreten sie die Anliegen Straffälliger in der Öffentlichkeit und versuchen, auf beiden Seiten Ängste und Vorurteile abzubauen.



Entstanden ist das Projekt Brückenbau als Tochterverein des Schwarzen Kreuzes 1988. Das Schwarze Kreuz leistete eine umfangreiche überregionale Arbeit. Bundesweit suchte und begleitete es Ehrenamtliche für die Straffälligenhilfe, baute Arbeitskreise auf, vermittelte und begleitete Briefkontakte zwischen Ehrenamtlichen und Gefangenen. Dazu war die ganz konkrete Arbeit vor Ort zu leisten: Täglich standen Entlassene und Angehörige vor der Tür; Inhaftierte der Celler Gefängnisse wurden betreut und Kontakte zu Behörden gepflegt. Das 1988 gegründete „Projekt Brückenbau Celle e.V.“ sollte sich nun speziell mit dieser Arbeit vor Ort beschäftigen. Den Kern seiner Aufgabe sah es darin, Straffälligen bei der Bewältigung vielfältiger Lebensschwierigkeiten zu helfen. „Miteinander leben lernen“ lautete das Motto. Das Schwarze Kreuz war von jetzt an für die überregionale Arbeit zuständig.

Im Laufe der Jahre wurden eine Tagungsbegegnungsstätte, Freizeitangebote, ein „soziales Training“ in den JVAen und anderes war ins Leben gerufen worden. 2017 wurde die Trägerschaft der Anlaufstelle wieder vom Schwarzen Kreuz übernommen, um die regionale und überregionale Arbeit wieder in einer Hand zusammenzufassen. Damit sollte die Verwaltung vereinfacht werden. Die inhaltliche Arbeit beider Arbeitszweige bleibt davon aber unberührt. Der Fachausschuss Projekt Brückenbau1 begleitet und unterstützt die Arbeit.

Als eine von insgesamt 14 offiziellen Anlaufstellen für Straffällige des Landes Niedersachsen berät und begleitet das Projekt Brückenbau heute straffällig gewordene Menschen und ihre Angehörigen vor Ort im Landkreis Celle. Besonders bei der Vorbereitung auf die Haftentlassung arbeitet es dabei eng mit der Justizvollzugsanstalt, dem ambulanten Justizsozialdienst und weiteren Einrichtungen der Stadt Celle zusammen. Das Unterstützungsangebot umfasst alle Lebensbereiche , ist immer vertraulich und auf freiwilliger Basis. Eine wichtige Rolle spielen Ehrenamtliche.

Mehr über das Projekt Brückenbau: www.naechstenliebe-befreit/projekt-brueckenbau



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