BERLIN/CELLE. Die seit Monaten anhaltende Belebung des Arbeitsmarktes auch in der Region Celle durch die boomende Wirtschaft hat immer noch nicht den gewünschten Erfolg für den Bereich der Langzeitarbeitslosen gebracht, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann. Mit dem Programm „Qualifizierung und Arbeit“ (QuA) habe das Land Niedersachsen für diesen Personenkreis aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln nun einen speziell zugeschnittenen Fördertopf aufgelegt.

Landesweit werden laut Lühmann zwölf Arbeitsmarktprojekte gefördert, in denen etwa 250 bisher arbeitslose Teilnehmende mitmachen. Der Schwerpunkt liege auf der Stabilisierung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund, die es auf dem Arbeitsmarkt immer noch besonders schwer hätten.

Kirsten Lühmann: „Bei meinen Gesprächen mit Arbeitgebenden, Arbeitvermittelnden und Betroffenen wird immer wieder als Vermittlungshindernis eine Scheu vor unserer durchdigitalisierten Gesellschaft und ein Mangel an aktuell nutzbaren Kenntnissen genannt.“ An diesem Punkt setzt das  „Treppe Plus – Projekt“ der Grone-Schulen Niedersachsen für den Standort Celle zur stufenweisen Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser mit psychischen Einschränkungen an, das jetzt in das Landesförderprogramm aufgenommen wird.

Schritt für Schritt werde dieser besonders schwer zu vermittelnde Personenkreis stabilisiert, Berührungsängste gegenüber der Digitalisierung würden genommen und Vorurteile hinterfragt. „Die Kombination von technischer Qualifizierung, sozialer Stärkung und betrieblicher Praxis ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz, um auch hier endlich Erfolge zu erzielen“, ist Lühmann überzeugt.

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