Protestcamp "Rheinmetall entwaffnen" in Unterlüß startet heute

Gesellschaft Von Redaktion | am So., 01.09.2019 - 19:23

UNTERLÜSS. Das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" eröffnet heute sein "Friedenscamp" in Unterlüß. Die Aktivisten wollen kündigen an, ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Exkursionen und Aktionen anbieten zu wollen. "Schwerpunkt der Kritik des Camps ist der Export von Waffen und Munition aus Deutschland, welcher Ursache für Krieg und Flucht in der ganzen Welt ist. Dabei ist Rheinmetall, als der größte Rüstungskonzern Deutschlands,
beispielhaft für skrupellose Waffengeschäfte, wo Exportrichtlinien umgangen und in Kriegs- und Krisengebiete verkauft wird", teilt das Bündnis mit.

Am 7. September, 13 Uhr, soll es eine große Demonstration vom Bahnhof durch den Ort bis vor die Tore von Rheinmetall geben, zu der laut der Mitteilung von "Rheinmetall entwaffnen" über 100 Organisationen aufrufen - von A wie Afrin-Plattform Hannover bis Y wie YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan, darunter auch die Landesverbände von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Weitere Infos unter https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/

Auch Rheinmetall selbst nimmt zu den Protesten Stellung. Pressesprecher Oliver Hoffmann teilt mit: „Die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit sind wichtige Grundrechte in unserer Demokratie. Mit Produkten für die Sicherheitsvorsorge leistet Rheinmetall auch in Deutschland einen relevanten Beitrag dazu, unsere freiheitliche Grundordnung zu schützen, die unsere Werte und Grundrechte garantiert.

Wir respektieren das Recht zur freien Meinungsäußerung und lassen auch kritische Positionen Andersdenkender gelten. Wir bitten aber um Fairness und verwehren uns entschieden gegen falsche Behauptungen und unsachliche Stimmungsmache. Alle Tochtergesellschaften von Rheinmetall halten den strengen gesetzlichen Rahmen ein, der ihnen in den jeweiligen Ländern z.B. auch hinsichtlich von Exporten gegeben ist. Im Übrigen erzielt Rheinmetall den weitaus überwiegenden Anteil des Umsatzes seiner Defence-Sparte im Geschäft mit der Bundeswehr sowie mit Streitkräften aus NATO-Partnerländern und weiteren befreundeten Nationen, z.B. der Schweiz und Australien.

Mit unseren Produkten z.B. für die Bundeswehr schützen wir diejenigen, die sich in gefährlichen Regionen der Welt für Frieden und Sicherheit engagieren. Es ist unsere gemeinsame Verpflichtung, diesen Soldatinnen und Soldaten die bestmögliche Ausrüstung mit auf den Weg zu geben, damit sie wohlbehalten wieder aus dem Einsatz zurückkehren können. In diesem Sinne geben Rheinmetall-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter täglich ihr Bestes.“