CELLE. Am Montag, den 25. September um 19.00 Uhr laden das Bomann-Museum und das Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen zu einem Vortrag in den Rittersaal des Schlosses ein.

„Provenienzforschung – die Karriere eines Begriffs“ lautete vor zwei Jahren der Titel des Berichts eines überregionalen Rundfunksenders zum Stand der von den Museen und anderen Kultureinrichtungen in Deutschland zu leistenden Aufarbeitung der eigenen Sammlungs- und Erwerbungsgeschichte. Welche historischen Veränderungen des Verständnisses vom Wert der Provenienz verbinden sich mit dieser „Karriere“? Hat Provenienzforschung Konjunktur, ist ein Boom zu verzeichnen? Warum stellen die Forschungen nach der Herkunft wie auch nach dem Verbleib von Kunstwerken und Sammlungsobjekten gerade in jüngster Zeit einen Aufgabenbereich von höchster Priorität dar? Im Verlauf des Vortrags werden Antworten auf diese Fragen gegeben und es werden sowohl die wissenschaftlichen Gegenstände, mit denen sich die Provenienzforschung zu beschäftigen hat, als auch die moralisch-ethischen Herausforderungen, denen sie heute gerecht werden muss, dargestellt und aufgezeigt.

Dr. Uwe Hartmann ist Leiter des Fachbereichs Provenienzforschung am 2015 gegründeten Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg, das seit März 2016 auch die Provenienzrecherchen des Bomann-Museums unterstützt. Zuvor leitete er die Arbeitsstelle für Provenienzforschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen neben der Provenienzforschung vor allem auf dem Gebiet der Geschichte der Disziplin und des Faches Kunstgeschichte sowie ihrer Institutionen im 20. Jahrhundert in Deutschland.

Im Anschluss gibt es einen Empfang mit Imbiss und Getränken. Der Eintritt ist frei.

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