Prozess nach tödlichem Streit um Hund in Wietze

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Mi., 03.03.2021 - 21:02

WIETZE/LÜNEBURG. Im Prozess um einen tödlichen Streit um den Verkauf eines Hundes in Wietze müssen sich ein Ehepaar und der Sohn vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Sie geben an, in Notwehr gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den 54, 48 und 24 Jahre alten Angeklagten gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Nach dem bisherigen Stand sollen sich die drei im Oktober 2017 mit einer Frau und ihrem Lebensgefährten sowie weiteren Personen auf einem Supermarktparkplatz in Wietze getroffen haben. Diese hätte bei der Familie einen Hund gekauft und wollten den Kauf rückgängig machen.

Die Käuferin wollte das Tier demnach zurückgeben und forderte die Anzahlung zurück. Außerdem hoffte sie auf Schadenersatz für ein vom Hund mutmaßlich beschädigtes Sofa. Darüber sei man in Streit geraten.

Dabei sei die Käuferin schwer verletzt worden und ihr Lebensgefährte habe ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutung erlitten. Er starb nach monatelangem Wachkoma im Juli 2019. Zunächst wurde der Prozess vor dem Amtsgericht Celle geführt. Als das Opfer starb, wurde die Verhandlung an das Landgericht Lüneburg abgegeben. Heute wurde das Verfahren fortgesetzt, ein Urteil wird Ende Mai erwartet.

Die Hündin lebt heute woanders. Die Familie aus Hannover habe das Tier nach der Prügelei zunächst zurückerhalten, gab es aber nach Medienberichten "wegen einer Hundehaarallergie eines Angehörigen" wieder weg.

...