CELLE. Im Jahr 2018 stehen in Europa erneut Wahlen und andere große Entscheidungen an, die die Zukunft der Europäischen Union beeinträchtigen könnten. Daher willt Pulse of Europe auch in diesem Jahr europaweit aktiv bleiben. In Celle trifft sich die Bürgerbewegung weiterhin am ersten Sonntag des Monats im Kanzlei-Café zum Gedanken- und Ideenaustausch.

Gestern blickte Veranstalter Klaus Koch kurz auf den aus seiner Sicht gelungenen Jahresabschluss zurück: Zwölf Körbe voll Kekse wurden im Dezember in der Fußgängerzone an Bürger verteilt. Die Teilnehmer von Pulse of Europe zeigten sich beeindruckt, wie offen und interessiert die Bürger den Dialog suchten. Zudem merkte Koch an, dass über Pulse of Europe in den vergangenen Wochen in vielen regionalen und überregionalen Zeitungen deutschlandweit berichtet worden sei, in einigen Fällen sogar in der Schlagzeile. Außerdem beherrsche das Thema auch die aktuelle Buchwelt, wie am Beispiel des Buches des Bundespräsidenten – „Europa ist die Lösung“ – verdeutlicht wurde. Martin Biermann verwies in wenigen Worten auf das Grundgesetz, in dessen Präambel schon das vereinte Europa erwähnt und damit dessen besondere Bedeutung verdeutlicht werde.

Schwerpunkt der Veranstaltung war im Anschluss eine der Leitfragen, die sich Pulse of Europe Celle in diesem Jahr stellen werde: Wie kann man junge Leute für das Thema Europa begeistern – wie kann man sie zu mehr Engagement bewegen? Dazu hatte sich für diesen Termin der Schulleiter des Ernestinums in Celle, Johannes Habekost, angekündigt. Er stellte zunächst seine Schule ausführlich vor, um im Anschluss die Bedeutung des Themas Europa zu verdeutlichen. Mit den vielen Sprachen, die die Schule anbiete, europäischen Bildungsprogrammen oder partnerschaftlichen Verbindungen zu Schulen beispielsweise in Polen oder Frankreich habe sich das Ernestinum den Titel einer „Europaschule“ erarbeitet, der vom Land Niedersachsen verliehen wurde.

Daraufhin wurden von den Teilnehmern verschiedene Kooperationsmöglichkeiten zwischen Pulse of Europe Celle und dem Ernestinum besprochen. Dabei rückte der „Europatag“, der jährlich Anfang Mai stattfindet, ins Augenmerk. Schulleiter Habekost und die Pulse of Europe-Teilnehmer sahen hier viele Möglichkeiten, um in Schulen für die europäische Sache zu werben und junge Menschen dazu zu bringen, sich aktiver einzusetzen und die EU nicht einfach als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Beispielhaft wurde der Vorschlag gemacht, Zeitzeugen in Schulen ihre „europäische Geschichte“ erzählen zu lassen.

In den kommenden Wochen und Monaten soll die Kooperation mit Schulen ein zentrales Thema bleiben. Wer dazu Ideen hat oder seine Gedanken zu Europa darstellen möchte, ist zum nächsten Treffen von Pulse of Europe am 4.2.2018 um 16.30 Uhr im Kanzlei Café in Celle eingeladen.

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