CELLE. „17 tote Fische im Schlossgraben“ postet jemand auf Facebook. Von zwei kleinen und vier größeren weiß eine Zeugin und die Polizei zählt letztlich drei, kann aber nicht ausschließen, dass es vorher mehrere Fälle gab. Fakt ist, dass am Wochenende mehrere Fische im Celler Schlossgraben verendet sind. Heute ging die Untere Wasserbehörde den Hinweisen nach und konnte feststellen, dass sich der Zustand inzwischen normalisiert habe. Auf Nachfrage von CelleHeute erklärt die Stadt Celle:

„Es wurden alle Einleitungsstellen in Augenschein genommen. An keinem der Rohre war etwas Auffälliges zu erkennen. Auf einem Foto ist eine milchig getrübte Fahne erkennbar, die jedoch keine Rückschlüsse auf Herkunft oder Art des Fremdwassers zulässt. In den Schlossgraben wird nur Regenwasser eingeleitet. Bauliche Veränderungen hat es dort in letzter Zeit nicht gegeben. Es liegt die Vermutung nahe, dass am Wochenende auf irgendeine Weise Abwasser in einen der Regenabläufe gelangt ist. In den Schlossgraben münden zahlreiche Ausläufe. Ob diese Einleitung tatsächlich Ursache für die toten Fische war, ist schwer zu beurteilen.

Wir glauben nach wie vor, dass die Nachwehen des Hochwassers in unseren kleinen innenstädtischen Gewässern zu spüren sind. Stadtgraben und Schlossgraben waren beim Hochwasser abgeschiebert, wurden somit zeitweilig zu stehenden Gewässern. Es kam kein frisches, sauerstoffhaltiges Allerwasser nach. Durch warme Witterung trat zudem Sauerstoffzehrung ein. Nach dem Wiederdurchströmen der Gewässer kam zunächst etwas schlammiges, modriges, abgestandenes Wasser nach, was teils eine Trübung aber auch Geruchsauffälligkeiten mit sich brachte. Auch im Raum Gifhorn gab es aufgrund des Hochwassers viele tote Fische in der Aller.“

Darüber berichten unsere Kollegen aus Gifhorn (bitte klicken)

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