BERGEN. Bergen braucht mehr Kita- und Krippenplätze und will dies mit dem Bau einer neuen Betreuungseinrichtung erreichen. Am anvisierten Standort in der Mozartstraße erhofften sich Politik und Verwaltung Zuschüsse von bis zu 90 Prozent. Noch im September war man von Baukosten in Höhe von etwas über 2 Millionen Euro ausgegangen.

Bei der Sitzung des Stadtrates am 30. November stellte sich die Situation nun ganz anders dar. Eschreckenderweise lägen die Kostenschätzungen mittlerweile bei 4,5 bis 5,5 Millionen Euro, erklärte Bürgermeister Rainer Prokop. Zudem hat die Verwaltung mittlerweile in Erfahrung gebracht, dass im EU-Förderprogramm „Richtlinie Investitionspaket Soziale Integration“ beim Amt für Regionale Landesentwicklung insgesamt für das Jahr 2018 nur 4,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen und davon sollen möglichst viele Gemeinden profitieren.

Angestrebt wird deswegen in Bergen nun, die Anträge auf drei Bauabschnitte zu verteilen. Für den städtischen Haushalt bedeutet dies, dass für 2018 Planungskosten in Höhe von 25.000 Euro eingestellt werden und für 2019 durch den Rat eine Verpflichtungsermächtigung über 2,5 Millionen Euro erteilt wird.

Für CDU, Grüne und AfD führt an dem Bau kein Weg vorbei. Sie zeigten sich mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden. Rüdiger von Borcke (SPD), der sich bei der anschließenden Abstimmung enthielt, mahnte, er sehe die Gefahr dass sich das Projekt zeitlich zu weit nach hinten verzögere. In anderen Gemeinden, zum Beispiel Wietze, sei ein gleichwertiger Kita-Bau mit deutlich geringeren Kosten möglich.

Bergen strebt in der Mozartstraße 29-34 – das Grundstück befindet sich im Besitz der SEB (Stadtentwicklung Bergen GmbH) – eine Einrichtung mit zwei Kindergarten- und zwei Krippengrupen an. Außerdem soll ein Bewegungsraum und eine Quartiersberatungsstelle in dem Gebäude untergebracht werden.

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