CELLE. Nach ihrem Auftritt bei der gestrigen Pulse of Europe-Kundgebung stellte sich die Europaabgeordnete Rebecca Harms in einer kleinen Gesprächsrunde den Fragen und Anregungen im Celler Grünen-Büro. Rebecca Harms betonte noch einmal die Bedeutung der Europäischen Union für die Bürgerinnen und Bürger. Sie wies darauf hin, dass gerade die Bundesrepublik durch den europäischen Einigungsprozess nach 1945 wieder Mitglied der demokratischen Staatenfamilie wurde. Für die nächsten Jahre befürwortete sie eine Vertiefung anstelle einer Erweiterung der Europäischen Union.

Sie regte eine neue Verfassungsdiskussion mit einem schlanken Ergebnis an. Diese Verfassung müsse die Werte der Union und eine Reform der europäischen Institutionen in den Mittelpunkt stellen. Auch müsse die europäische Politik den Menschen, insbesondere in Osteuropa eine stärkere Perspektive geben. Stärkung des ländlichen Raums sei aber auch in anderen Mitgliedsstaateneine wichtige Aufgabe.

In der Flüchtlingspolitik forderte sie von Brüssel eine stärkere Fluchtursachenbekämpfung in den Herkunftsländern. Ansonsten werde der Druck auf Europa nicht nachlassen. Bei der atomaren Endlagersuche in der Bundesrepublik hob sie das beschlossene Partizipationsverfahren hervor, ging aber von einem langwierigenFindungsprozess aus. Ihren Celler Parteifreunden kündigte sie eine erneute Kandidatur für das europäische Parlament im nächsten Jahr an. Abschließend wurde Rebecca Harms von den Kreisvorsitzenden Marlies Petersen und Bernd Zobel mit einem kleinen Präsent
verabschiedet.

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