HERMANNSBURG. Sie hatten sich jeweils ein Buch ausgesucht und daraus vorgelesen: 150 Sechstklässler des Christian-Gymnasiums sind kürzlich in einem Vorlesewettbewerb gegeneinander angetreten. Zwölf von ihnen qualifizierten sich fürs Finale und lasen erneut – im Pentagon des Evangelischen Missionswerkes und vor der gesamten Jahrgangsstufe.

Die Stimmung im Saal war ausgelassen, aber fair gegenüber den Finalisten: Wenn ein Kind las, herrschte gespannte Stille. Das lag jedoch nicht nur an der Höflichkeit des Publikums, sondern auch an den spannenden Texten, die vorgestellt wurden: Zu hören war ein bunter Querschnitt durch das aktuelle Angebot an Jugendbüchern, der wie eine Reise durch die Welt der Fantasie und der Bücher wirkte; es ging um Seelentiere, Skateboardabenteuer oder kriminelle Verwicklungen im Skigebiet, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Spannend war ebenfalls die schlussendliche Entscheidung der Jury, die sich traditionell sowohl aus Lehrkräften als auch Schülern zusammensetzt. „Es war eine wirklich schwere Entscheidung, aus den durchweg guten Beiträgen die besten auszuwählen“, sagte Maureen Lamm, die als Fachobfrau Deutsch den Wettbewerb organisiert hatte und diesmal selbst in der Jury war.

Das Rennen machten schließlich Charlotte Meyer (1. Platz), Lars-Jöran Hansen (2. Platz) und Miriam Hüls (3. Platz). Sie erhielten neben Urkunden vom Schulverein gespendete Buchpreise und werden das Christian-Gymnasium beim Kreisentscheid im Frühjahr vertreten.

Text: Sebastian Salie

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