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Wieckenberger liebt alte und neue sportliche Zweiräder

Rennrad-Sammler Erich Müller träumt vom kleinen Museum

16.01.2019 - 15:45 Uhr     Monika Wille    0
Fotos: Peter Müller

WIECKENBERG. Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Davon zeugen gut 50 Rennräder in einer Scheune in dem kleinen beschaulichen Örtchen Wieckenberg. Erich Müller hat es aus der Großstadt  München in das niedersächsische Dorf verschlagen. Die Liebe zum Rennrad hat er mitgebracht. „Ich bin mit dem Rad groß geworden“, blickt er zufrieden zurück. „Mit den Eltern fuhren wir selbstverständlich mit dem Fahrrad z.B. am Wochenende in den Biergarten. Die Entfernungen wurden im Laufe der Jahre größer, täglich bin ich mindestens 50 km mit dem Rad unterwegs gewesen.“



Mit den Distanzen steigerten sich auch die Ansprüche an die Qualität des Rades. Durch seinen Bekanntenkreis kam er in Kontakt mit qualitativ hochwertigen Rennrädern der verschiedensten Marken. Mit Freude erinnert er sich: „Wenn der Bekannte einem Kunden ein neues Rad aushändigte, wurde eine Probefahrt in die Berge gemacht. In unserer Clique haben wir vorab abgesprochen, wer am Berg die Aufgabe zu übernehmen hatte, den Kunden mitzuziehen.“ Und er überlegt weiter: „ Wenn es im Süden die Berge sind, ist es hier im Norden der Wind, der die Fahrer vor große Herausforderungen stellt. Nicht umsonst zählen im Radsport Fahrer aus den Niederlanden und Belgien zu den erfolgreichsten weltweit.“

Die Sammelleidenschaft entwickelte sich so nach und nach. Verbunden mit der Faszination an den Details, seien es die Gestaltung der Lenker, die Bremsen, die Weiterentwicklung der Gangschaltungen, die verschieden ausgeführten und verzierten Kettenblätter, so der 54-Jährige. Sein ältestes Rennrad stammt aus dem Jahr 1885, sein neuestes aus dem Jahr 2013 von Campagnolo, ein reines Carbon-Rad. Über die Entwicklung der Materialien von Holz und Stahl bis hin zu den Rädern aus Aluminium, Carbon und Titan, kann er ebenso Auskunft geben, wie über den geschichtlichen Zusammenhang der einzelnen Entwicklungsstufen, aber auch über die sozialen Komponenten bis hin zum Thema Doping. „Mein Traum ist es, mit meiner Sammlung ein kleines Museum ins Leben zu rufen, vielleicht verbunden mit dem ein oder anderen Event“, fügt Müller sinnierend hinzu. Abgeschlossen ist sein Sammelfieber aber noch lange nicht. „Auch wenn in meiner Sammlung schon Räder der bedeutendsten Marken vertreten sind, so gibt es doch hin und wieder noch Begehrlichkeiten, bei denen ich durchaus schwach werden könnte.“ Bei Interesse zeigt er schon jetzt gerne nach Vereinbarung eines Termins, z.B. unter er-muell@t-online.de, seine „Schätze“.

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