Richtfest des Küsterhauses von St. Marien Wathlingen

Religion Von Redaktion | am So., 18.07.2021 - 12:17

WATHLINGEN. Das alte Küsterhaus hat wieder ein stabiles Dach, obenauf weht die Richtkrone. Unten stehen  der Kirchenvorsteher der Kirchengemeinde St. Marien, das TW°Architektenbüro, Samtgemeindedirektor Wolfgang Grube, Werner Backeberg von der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue, die Handwerker und etliche Zaungäste. 

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird von der Gemeinde aufwändig restauriert, unterstützt durch einige große und viele kleine Spenden. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert. Nachdem die Handwerker der Zimmerei das Gerüst vorbereitet haben, erklimmt als Erster Architekt Thomas Woschek die Leiter nach oben. Er verschafft den Anwesenden einen Überblick über die bisher ausgeführten und noch ausstehende Arbeiten. Ein Geselle der Zimmerei folgt ihm und hält einen ausführlichen Richtspruch, der natürlich durch kleine flüssige Unterbrechungen eingeteilt zum Besten gegeben wird, bevor das Glas mit Schwung vor dem Gebäude zum Zerbersten gebracht wird.

Abschließend spricht Pastor Michael Schultheiß. Er zitiert aus dem Epheserbrief im Neuen Testament und erklärt, dass das Küsterhaus, wenn es denn ganz hergerichtet ist, viel mehr als nur ein Treffpunkt im Dorf ist. Es ist ein Ort, zu dem jeder kommen kann, auch die, die der Gemeinde nicht so nahe stehen. Außenstehende sind willkommen. Sie sollen nicht nur Gastfreundschaft erfahren, sondern einen Ort finden, in dem sie dazugehören, mitten drin sind. „Gott macht uns zu einer Familie. Jeder, der in dieses Küsterhaus kommt, gehört dazu!“ Mit diesem Ausblick spricht er dem Gebäude und den Anwesenden den Segen Gottes zu und eröffnet den geselligen Teil des Richtfestes. Es kann gefeiert werden, auch das Wetter trägt seinen Teil dazu bei.