CELLE. „Für den Monat April setzt sich die dynamische und erfreuliche Frühjahrsbelebung fort: Die Erwerbslosigkeit ging zurück und die Personalnachfrage ist weiterhin erfreulich hoch“, teilt die Agentur für Arbeit Celle anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit. Bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Celle waren demnach im April 8.985 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenzahl nahm damit gegenüber März um 459 Personen (minus 4,9 Prozent) ab. Der Vergleich zum April des vergangenen Jahres ergab einen deutlichen Rückgang um 1.006 Erwerbslose, minus 10,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,4 Prozent nach 5,7 Prozent im März und 6,1 Prozent im Vorjahr.

„Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück. Gründe dafür sind die saisonale Frühjahrsentwicklung und ein robuster Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Andreas Geier, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Celle. „Die positive konjunkturelle Entwicklung im Agenturbezirk trägt zu dem erfreulichen Rückgang der Arbeitslosigkeit bei. Die individuellen Chancen auf einen sicheren Job können durch eine Weiterbildung erhöht werden. Die Weiterbildung oder zusätzliche Qualifikationen sind nicht nur ein nettes Plus, sondern elementar wichtig für eine sichere berufliche Zukunft. Der Arbeitgeberservice oder die Arbeitsvermittlung berät Sie gern, damit Sie die richtigen Entscheidungen auf dem Weg zur Fachkraft treffen können“, ergänzt Geier.

Zur Entwicklung im Landkreis Celle teilt die Agentur für Arbeit mit:

Im April waren in Stadt und Landkreis Celle 5.101 Arbeitslose gemeldet und damit 199 Personen (-3,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Der Vergleich zum Vorjahr zeigte einen Rückgang um 639 Personen (11,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank auf 5,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 6,3 Prozent.

Von der Agentur für Arbeit Celle wurden 1.748 arbeitslose Personen betreut. Im Vergleich zum März senkte sich die Zahl der Arbeitslosen um 185 Personen (9,6 Prozent) und verglichen mit April vergangenen Jahres sank sie um 167 Personen (8,7 Prozent). Beim Jobcenter im Landkreis Celle waren 3.353 Arbeitslose gemeldet und damit 14 Personen (0,4 Prozent) weniger als vor einem Monat und 472 Personen (12,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

474 jüngere Frauen und Männer unter 25 Jahren waren im April arbeitslos gemeldet, 78 Personen (14,1 Prozent) weniger als vor einem Monat. Verglichen mit April 2018 sank die Arbeitslosenzahl bei dieser Personengruppe um 100 Personen (17,4 Prozent).

1.394 Arbeitslosmeldungen erfolgten im April, 19 so genannte Zugänge (1,3 Prozent) weniger als im März und 44 Zugänge (3,3 Prozent) mehr als im April des vergangenen Jahres. Im Gegenzug wurden 1.590 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit verzeichnet, 79 Abgänge (4,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 100 Abgänge (6,7 Prozent) mehr als im April 2018.

Arbeitsuchende Flüchtlinge:

Erfasst werden alle Geflüchteten, die sich um Arbeit oder Ausbildung bemühen, arbeitslos gemeldet oder beispielsweise in Integrationskursen oder Qualifizierungsmaßnahmen, als arbeitsuchend geführt sind.

Bei den Agenturen für Arbeit Celle und Hermannsburg sowie beim Jobcenter im Landkreis Celle waren im April 1237 Geflüchtete gemeldet. Bei den Agenturen für Arbeit Soltau und Walsrode und beim Jobcenter im Heidekreis waren im April 322 Geflüchtete gemeldet.

Stellenmarkt:

Im April wurden 378 Arbeitsangebote im Landkreis Celle neu aufgenommen, 23 Stellen (6,5 Prozent) mehr als im März. Der Vergleich zum April des Vorjahres zeigte ein Minus um 37 Stellenangebote (8,9 Prozent). Insgesamt waren 1.854 freie Stellen in Stadt und Landkreis Celle im Bestand der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, damit blieb die Zahl zu März stabil und stieg verglichen mit dem Vorjahresmonat um 185 Stellen (11,1 Prozent).

Unterbeschäftigung

Die Agentur für Arbeit veröffentlicht ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl auch Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

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