CELLE. Die zehnte Auflage des Benefizfestivals „Rock da Haus“ rückt näher. Am Sonnabend, 1. Dezember, findet die 2001 von der Celler Band „Marys Forbidden Dreams“ ins Leben gerufene Veranstaltung wieder in der CD-Kaserne statt. Der Erlös wird auch in diesem Jahr karitativen Einrichtungen gespendet.

Diesmal sind mit dabei:

Rasta Knast

Energiegeladener Punkrock mit einer großen Portion Melodie für gute Laune und einem kleinen Schuss Melancholie für ein unterschwellige Sehnsuchtsgefühl. Man hat zeitweise das Gefühl, dass die Toten Hosen ihre Wurzeln wiederentdeckt haben. Wurzeln und Flügel! Passt irgendwie. Ihre Vorliebe für schwedische Alltime-Punkbands, wie natürlich die kultigen Asta Kask, die – man könnte es vermuten -, natürlich Pate bei der Namensfindung 1997 standen. Ausgeprägte Touren durch Brasilien, Japan, England und natürlich Schweden, führten dann auch konsequenter Weise zu Plattenveröffentlichungen in diesen Ländern. Dort überraschten Rasta Knast, neben den üblichen ansprechenden deutschen Texten augenzwinkernd mit Lyrics in der entsprechenden Landessprache. Diese erfahrene Internationalität ist deutlich zu hören und somit gehörten sie bereits 2016 zu den absoluten Highlights des Rock da Haus Festivals.

Rasta Knast; Foto: Anna K.

Just 4 Campfire

Es knistert, es knistert. Nein, keine Schallplatte. Man fühlt sich zurückversetzt in alte Pfadfinder- oder Jugendclubausflüge, wo der Jugendleiter TNT auf der Konzertgitarre am Lagerfeuer zum Besten gab. Jetzt ist es bei J4C tatsächlich ähnlich, nur richtig gut. Exzellent. Akustikrock vom Feinsten des Filets, der in Chillout Feeling und Rockeuphorie verschmilzt. Alle Musiker dieser fantastischen Truppe haben langjährige Bühnenerfahrung und das hört man deutlich. Hemmungslos werden Songs von U2, Guns’s Roses, Jimmy Hendrix, Amy Winehouse und vielen mehr „verunplugged“

Leto

Nieselregen, schwitziger Club, Abgehen, alles wird gut gehen. Kurz und bündig beschreiben Leto das  Livefeeling ihrer Konzerte. Kürzlich mit viel Ruhm und Lob durch das bekannte Musikmagazin „Visions“ ausgezeichnet, befinden sich Leto zurzeit in einer eindeutigen potenzierten Aufschwungphase ihres Indierocks  mit Ausreißern in sämtlichen Subgenres. Rotzige Gitarren und hymnischer Doppelgesang und verschachtelte, fast kryptische Lyrics bestimmen die Songs von Leto. Niemals zu kantig niemals zu simpel. Ein Stück Hamburger Schule, die ja bekanntlich schon immer mit komplexer Genialität und Einfachkeit rivalisierte.

Leto; Foto: Lucja Romanowska

Terry Hoax

„Policy of Truth“, der Song, der in den 90ern auf MTV als Rockcover rauf und runtergespielt wurde. Das waren, nein, das sind Terry Hoax. Terry Hoax standen schon immer für krachende Livekonzerte mit außerordentlicher Sympathie und großen Gespür für das Publikum. Das ist alles bis heute geblieben. Eine absolut leidenschaftliche Liveband. In den 90ern standen sie im Hannover-Umfeld gleich in den Startlöchern hinter den legendären Fury in the Slaughterhouse. Mit ihrem aktuellen, crowdfunding-finanziertem Album „Thrill“, ist es ihnen irgendwie gelungen ein Stück Livefeeling auf den Silberling zu pressen. Sie sind derzeit in Deutschland unterwegs um ihre Qualitäten und süchtig machenden  Songs beim RDH Festival zu präsentieren. ROCK! ROCK! ROCK!

5 Raumfenster

Eine äußerst junge Truppe aus Borna in der Nähe von Leipzig. Im Jahr 2017 wurden sie zur beliebtesten Nachwuchsband Sachsens gewählt. Trotz ihres  zarten Alters zeigen sie reife und erfahrene Bühnenpräsenz, die sicher nicht zuletzt durch viele Konzerte auch weit über die Grenzen Sachsens hinaus resultiert. Ein musikalischer Molotov-Cocktail gemischt mit 50% Kraftklub, 10% frühere  Ärzte und 40% mit allem was Spaß macht. Eine Band mit ganz viel Potenzial für die Zukunft. Wer weiß, ob sie nicht irgendwann auf der ganz großen Bühne stehen.

5 Raumfenster; Foto: Melanie Rabsch

Ducs

Ein Trio aus Hannover mit der Power eines Quartetts. Auch wenn der Vergleich irgendwie nicht passt, erinnern sie teilweise an die legendären „Rush“. Abwechslungsreich, flexibel, originell und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel. Nach einer Tour durch die Staaten, die viele Impression auf dem aktuellen Longplayer „ Disilluion“ widerspiegelt, sind sie hungrig für mehr. Die Ducs tragen eine latente Sehnsucht nach Weltverbesserung in sich, die sehr angenehm wirkt. Gleichzeitig pusten sie Dich um mit Riffs, die zum Teil an Biffy Clyro oder auch RATM erinnern.Hier geht es um herrlich ehrliche Musik, die nichts und zwar absolut gar nichts mit dem Ramones T-Shirt von der H&M Stange zu tun hat.

Ducs; Foto: Martin Huch

Marys Forbidden Dreams

Mit dem Spagat zwischen dem Erscheinungsbild eines professionellen Veranstalters und der ungezähmten Punkrockenergie stehen sie einmal mehr in diesem herrlichen Konflikt. Natürlich nur bei RDH, denn MFD laden bereits zum 10. Mal als Gastgeber ein. Kaum jemand wird sie zumindest im Celler Umfeld nicht kennen, denn da wurden bereits alle Bühnen musikalisch mit Hilfe des Publikums ausnahmslos zerlegt. Aber auch Gastspiele auf großen Bühnen, wie auf diversen Festivals oder z.B. dem Capitol in Hannover haben sie in petto. Punkrock in allen Facetten der Rockmusik, seien es ihre Eigenkompositionen, die ihren bekannten Vorbildern in nichts nachstehen oder die altbewährten Gassenhauer, die sich manchmal vielleicht „ leider“  andere genialen Hirne ausgedacht haben. Nun ist die Punkrockarmee wieder auf der Jagd, möglichst viel Geld zusammenzutragen, um soooo viele arme Herzen zu erwärmen.

Mary’s Forbidden Dreams; Foto: Rainer Offensand

Tickets:

https://cd-kaserne.de/ startseite.html

https://22491.reservix.de/ tickets-rock-da-haus-das- benefitz-festival-ua-mit- terry-hoax-leto-ducs-mfd- weitere-in-celle-cd-kaserne- ggmbh-am-1-12-2018/e1080941

Weitere Infos: www.rock-da-haus.de



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