MEUDON/CELLE. Es war ein Rausch der Emotionen und auch in dieser Intensität nicht zu erwarten. Nach drei Auftritten der musikalischen Abordnung von Celles Kultur- und Projektformation ROCKTAIL vergangene Woche in der Partnerstadt Meudon war klar, diese Tage waren etwas ganz besonderes. Sicher gab es schon oft nachhaltige Momente der Freund- und Gastfreundschaft , und insbesondere die Kontakte zu Meudon werden außerordentlich gut gepflegt, aber der noch immer anhaltende Hype auf beiden Seiten stellt zumindest nach Meinung der Franzosen einen vorläufigen Höhepunkt in der ältesten Städtepartnerschaft Celles dar.

Dabei waren die Erwartungen auf beiden Seiten zunächst zurückhaltend und auch die Budgets schmal. Solche Auftritte zu organisieren, erfordert einen enormen Aufwand, aber wahrscheinlich war es gerade diese unbedarfte Herangehensweise und die höchst unkomplizierte Art der Musiker, die den Funken vom ersten Augenblick an überspringen ließen.

Was schrieben die Franzosen über den ersten Auftritt in ihrem Mitteilungsblatt:

„Das Musikfestival in den Forestios Gärten…

Sie kamen, sie gingen. Und in der Zwischenzeit hinterließen sie unauslöschliche Spuren. Rocktail hat uns einen unvergesslichen Abend beschert. Der Cocktail war perfekt, der musikalische Cocktail aus Rock, Pop, Country und den anderen Eindrücken des Cocktails des Sommers und der Emotionen.

Trotz der Hitze hatte ich den Eindruck, dass alle Teilnehmer den Abend genossen haben, vor allem die Kinder, die die Nacht wie verrückt mit  Binia und Fabian getanzt haben.“

Foto: Stadt Celle

Foto: Stadt Celle

Und es ging weiter. Der Auftritt im Kulturzentrum von Meudon la Foret, einem fantastischen Veranstaltungsort, bewies nicht nur das Potential der Künstler, sondern auch wie sehr das Publikum die erfrischende Art der Celler genossen. Standing Ovations und zu Tränen gerührte Franzosen, als Sängerin Binia, Ariana Grandes, One last time anstimmte, ein Song der extra auf Wunsch aus Meudon für die Opfer aus Manchester in das Programm genommen wurde. Ein Konzert was der Nachwelt erhalten bleibt, den das Konzert wurde in hervorragender Bild- und Tonqualität mit 6 Kameras aufgezeichnet.

Dem europäischen Gedanken folgend fand der nächste Höhepunkt auch dann passend im „Cafe des Friedens“, direkt am reizvollen Bahnhof gelegen, Open Air statt. In pittoresker „Parisatmosphäre“ fühlten sich sowohl Zuschauer als auch Musiker in ein impressionistisches Kunstwerk versetzt, inklusive dem beinahe kitschigen Blick an bezaubernden Cafes vorbei auf den Eiffelturm. Fünfeinhalb Stunden spielte ROCKTAIL und die Sängerinnen bekamen spontan Rosen aus dem Publikum überreicht. Da stimmte einfach alles. Der grandiose Mix verschiedenster Nationen tat sein Übriges, dass hier transkulturelle Brücken auf verschiedensten Ebenen entstanden.

Foto: Stadt Celle

Foto: Stadt Celle

Selbst im Rathaus wurden die ROCKTAILER aufgefordert zu singen und gaben unter lautstarkem Jubel der Verwaltungsangestellten einen Mix aus zwei Songs zum Besten. Die Franzosen dankten es mit euphorischer Herzlichkeit außerhalb des Protokolls und ermöglichten den Cellern unvergessliche Stunden in Meudon und Paris. Am Trocadero fanden dann auch diese reizüberflutenden Tage, mit Blick auf den glitzernden Eiffelturm und tausende Menschen, ihren spektakulären Höhepunkt. Alle Beteiligten waren sich einig, einen schöneren Platz auf der Welt konnte es nicht geben und die Menschen aus Meudon hatten die Herzen der Celler erobert…

… bereits in Meudon stand fest, im kommenden Jahr wird es erneut Konzerte geben. Damit die Wartezeit nicht so lange ist, haben sich jetzt schon mindestens acht Franzosen für das ROCKTAIL Konzert am 29.12. in der CD-Kaserne, zum offiziellen Abschluss des Jubiläumsjahres mit der REFORMATION Show, angemeldet.

Fazit: Die langjährige intensive Pflege aller Städtepartnerschaften, aber insbesondere der innereuropäischen, könne in heutiger Zeit gar nicht hoch genug bewertet werden.

Foto: Stadt Celle

Foto: Stadt Celle

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.