HERMANNSBURG. Zu einem Gespräch über die aktuelle Schulsituation im Landkreis Celle besuchte der CDU-Landtagskandidat Jörn Schepelmann die Gemeinde Südheide. Zusammen mit der Kreisschulausschussvorsitzenden Sabine Rudnick sowie Ernst-Ingolf Angermann, MdL und Bürgermeister Axel Flader wurden „die aktuell großen Probleme“ hinsichtlich des Lehrermangels in den Schulen des Landkreises erörtert.

„Die Bildungspolitik der rot/grünen Landesregierung lässt unsere Schulen im Regen stehen. An allen Ecken und Enden fehlt es an Lehrkräften. Die schlechte Versorgung führt zu steigendem Unterrichtsausfall und die Abordnung der Lehrer von den Gymnasien zur Oberschule und von dort zur Grundschule ist Flickwerk. Jetzt haben wir teilweise Lateinlehrer an Schulen, in denen kein Latein unterrichtet wird. So kann es nicht weitergehen“, fordert Schepelmann ein Ende der aus seiner Sicht verfehlten Schulpolitik in Niedersachsen.

In einem Schreiben an die Kultusministerin hatte Landrat Klaus Wiswe die Probleme und Folgen der „dramatischen Unterversorgung“ der Schulen im Landkreis herausgestellt. „Der ausfallende Ganztagsschulbetrieb an Oberschulen sorgt für große Probleme bei der Schulverpflegung oder dem Busverkehr. Hier müssen die Schulträger vor Ort die vom Land zu verantwortenden Probleme ausbaden. Fraglich ist aber auch, wo die Verlässlichkeit bei der Betreuung der Kinder bleibt, wenn der Ganztag auf einmal ausfallen muss“ betont Schepelmann.

„Die sich anbahnenden Probleme hätten schon längst erkannt und durch geeignete Maßnahmen abgemildert werden können. Landesweit sind an 179 Schulen die Schulleitungen unbesetzt und die Unterrichtsversorgung nimmt drastisch ab. Es ist ein Skandal, dass angesichts dieses Lehrervakuums den 700 jungen Referendaren für Gymnasien, im Frühjahr nur 360 Stellen von der Kultusministerin angeboten wurden.“ sagte Schepelmann und begrüßte den aktuellen Antrag der CDU-Landtagsfraktion, in dem erste Kurskorrekturen in der Schulpolitik sofort umgesetzt werden sollen.

So sollen die Studienseminarkapazitäten ausgebaut und ein Konzept zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung erstellt werden. Ebenso sollen unter anderem Schulleiterstellen an Grundschulen im ländlichen Raum durch einen monatlichen Zuschlag von 250 € gefördert werden. „Das sind erste richtige Antworten“ so Jörn Schepelmann abschließend, „Lehrer, Eltern und vor allem die Kinder haben eine verlässliche und gute Schule verdient.“

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