Ruderclub Ernestinum-Hölty feiert drei Geburtstage

Wassersport Von Redaktion | am So., 04.09.2016 - 23:25

Der Vorsitzende des RCEH Dr. Albrecht Schmidt-Thrun begrüßte die Gäste in der Bootshalle. Daraufhin richteten mehrere Funktionsträger ihre Glückwünsche zum runden Geburtstag aus. Unter anderem sprachen Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der stellvertretende Landrat Thomas Adasch und Professor Volker Bühren, einer der ersten Aktiven im Verein, heute ärztlicher Direktor der größten deutschen Unfallklinik in Murnau.
Mende lobte die Vereinsarbeit des RCEH und dessen Engagement in der Jugendarbeit. „Vereine prägen unser Gemeinwesen“, so Mende. In einem solchen Verein lerne man, von der Jugend an Verantwortung zu übernehmen und sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Die Ausrichtung der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ mit den anderen Celler Rudervereinen sei eine großartige Leistung. „Dieser Verein ist ein Aushängeschild der Stadt geworden“, ist Mende überzeugt, auch durch die große Bandbreite des Vereins. Neben dem Rudersport bietet der RCEH ebenso die Herzportgruppe, Basketball und Orientierungslauf als weitere Sparten an.

Nach den Glückwünschen von Thomas Adasch, der Celle ein „Mekka des Rudersports“ nannte, sprachen Hartmut Ostermann für den Kreissportbund Celle, Rüdiger Schlünzen für den Landesruderverband Niedersachsen und Gudrun Jahnke, Ortsbürgermeistern Blumage-Altstadt weitere Grußworte. Für lustige Abwechslung sorgte beim Festakt der Auftritt des bekannten Maskottchens der Stadtwerke, Fiete, das den Geschäftsführer der Stadtwerke Celle, Thomas Edathy, ans Rednerpult führte. Er hatte auch eine Spende dabei.

„Wir freuen uns, dass wir wieder einmal einen Celler Verein unterstützen können. Die Softshelljacken zeigen vorne das Emblem des Ruderclubs und auf der Rückseite das Logo der Stadtwerke Celle. So wird vielleicht wieder der eine oder andere mehr auf die 'neuen' Stadtwerke Celle aufmerksam“, freut sich Edathy.
Auch die Verantwortlichen vom Ruderclub sind begeistert: „Wir beziehen seit einigen Monaten unsere Energie von den Stadtwerken. Wir sind sehr glücklich über diese Art der Unterstützung. Die Jacken wurden extra für unseren Ruderclub neu gestaltet und kommen uns in der anstehenden kühleren Jahreszeit sehr gelegen. Auch dass die Stadtwerke gleich noch eine Firmenmitgliedschaft abgeschlossen haben, freut uns sehr“, so Jochen Barth.



Die Festansprache zum Jubiläum hielt Volker Bühren. Er war einer der ersten, der das Rudern im 1966 gegründeten Verein gelernt hatte. Damals noch mit alten und sehr schweren Booten ohne ein richtiges Vereinshaus, habe Bühren schon bald zu den ersten Erfolgen des RCEH beigetragen. In einem kurzweiligen Beitrag sprach er aus medizinischer Sicht über das Rudern im Vergleich zu anderen Sportarten. Er räumte mit vielen Vorurteilen auf und bezeichnete Rudern als „gesunde Sportart“. Wenig Gelenkverschleiß und keine Spitzenbelastungen trügen dazu bei, dass die meisten Menschen gefahrlos diesen Sport ausüben könnten.

Einen kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte gab Albrecht Schmidt-Thrun, der seit 42 Jahren als Vorsitzender die Geschicke des Vereins lenkt. Am 7.1.1966 wurde der RCEH als eingetragener Verein gegründet, um die Ruderarbeit des Ludwig-Hölty-Gymnasiums und des Ernestinums zusammenzuführen. Ohne Heizung und Wasserleitungen lagerten die Boote noch in kleinen Baracken. Erst 1986 wurde ein richtiges Bootshaus gebaut, 2005 kam der Anbau für Kraft- und Schulungsraum.

Der Verein kann auf eine lange Tradition der Wanderfahrten und Regatten schauen. Fast alle Gewässer in und um Deutschland seien von den Ruderern des RCEH befahren worden. 1983 war der erste große Erfolgstitel auf Regatten zu verzeichnen: Deutscher Jugendmeister im Leichtgewichtsjunior-Achter 1983. Es folgte ein Weltmeistertitel auf dem Ergometer 1997 in Boston für Julia Wolff, Medaillenplätze bei den Jugendweltmeisterschaften durch Sybille Exner und zuletzt der Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften durch Moritz Neumann im Jahre 2010.

Im Anschluss an die Wortbeiträge standen drei Bootstaufen auf dem Programm. Susanne Zander, Vertreterin der Teeküchenmütter des Ernestinums, Daja Reddingius-Reckmann, betreuende Lehrkraft der Ruder-AG des Hölty-Gymnasiums sowie Sparkassen-Vorstand Axel Lohöfener, wünschten „Riemen- und Dollenbruch“ wie auch „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“. Den musikalischen Rahmen des Festakts gestalteten Peter Missler und Ulli Wissmann.