Ruderclub Ernestinum-Hölty unterstützt junge Ruderer in Namibia

Wassersport Von Extern | am Mi., 24.02.2021 - 15:25

CELLE. Zur Förderung des jungen Rudersports in Namibia beteiligt sich der Ruderclub Ernestinum-Hölty Celle an einer bundesweiten Spendenaktion und steuert drei Boote und Ersatzmaterial bei.

Im Februar 2020 hat sich die Waltroperin Lea Wilk, welche zu der Zeit ein freiwilliges soziales Jahr an einer Schule in Walvis Bay / Namibia ableistete, an die deutsche Rudergemeinschaft gewendet. Ihre Absicht: Namibische Schulkinder für den Rudersport zu begeistern. Dazu müssen die Kinder allerdings erst einmal schwimmen lernen. Nützlich, aber leider noch nicht in der Breite geschafft. So eröffnete sie nach Windhoek mit Walvis Bay einen zweiten Stützpunkt für dieses Projekt, welches in der Küstenstadt unter der Schirmherrschaft der namibischen Marine steht. Diese fungiert im Rahmen der dienstlichen Ertüchtigung als Keimzelle des Projektes. Die Marinesoldaten erlernen das Rudern und sollen im weiteren Verlauf die Betreuung von Anfängern und insbesondere von Kindern übernehmen. Gerudert wird im Bereich des Marinestützpunktes, sprich im Hafenbecken von Walvis Bay, in unmittelbarer Nähe zum offenen Meer.

Der Ruf wurde erhört und neun deutsche Rudervereine stellten ausgedientes, aber noch voll funktionstaugliches Material zur Verfügung. Ein Ehepaar aus München übernahm die Aufgabe, innerhalb von drei Tagen die beteiligten Vereine abzufahren, das Material auf ihren Bootstrailer zu laden und in den Hamburger Hafen zu bringen. Dabei wurde jeder Zentimeter Platz genutzt.

Die Verschiffung per Container finanziert sich aus Spenden und über den Deutschen Ruderverband. "Wir wünschen den neuen KameradInnen viel Freude, Riemen- und Dollenbruch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Ein neues Aufleben des Rudersports wünschen wir uns ebenfalls in Celle, einer einst durchgängig enorm erfolgreichen Hochburg. Eventuell probiert es der ein oder andere Homeschooling oder -office-Geplagte aus, wenn es die Umstände wieder erlauben, denn ausreichend Energie und Bewegungsdrang sollten sich angesammelt haben", so die Aktiven des Celler Ruderclubs.

Text: Niklas Gruber