"Friday for Peace" - rund 250 Protestierende gegen Türkei-Angriff

Gesellschaft Von Extern | am Fr., 18.10.2019 - 20:10

CELLE. Die Fridays for Future Bewegung demonstrierte heute in der Celler Innenstadt gemeinsam mit „Riseup4Rojava Celle“ und rund 250 Teilnehmenden u.a. gegen den türkischen Angriff auf Nordsyrien. Weitere Demonstrationen sind künftig jeden Dienstag ab 17 Uhr auf der Stechbahn in Celle geplant. In einer Presseerklärung heißt es dazu, unzensiert und unkommentiert: 

Am heutigen Freitag, den 18. Oktober demonstrierten über 300 Menschen durch die Celler Innenstadt gegen Krieg und Naturzerstörung. Unter dem Motto „Fridays for Peace“ hatten diesmal „Fridays for Future“ und „Riseup4Rojava Celle“ aufgerufen, um sich mit Nord- & Ostsyrien, auch Rojava genannt, zu solidarisieren. Denn in der selbstverwalteten Region Rojava tobt seit 10 Tagen ein Krieg aufgrund der Invasion des türkisch faschistischen Regimes.

Durch die Verbindung der Themenschwerpunkte von Krieg und Ökologie kamen viele unterschiedliche Menschen zu der Demonstration ab 16.30 Uhr auf der Stechbahn zusammen. „Wir stehen für eine bessere Welt, da ist es logisch, dass wir uns gegen Krieg und Naturzerstörung aussprechen. Verhältnisse, in denen Profit, wie von deutschen Firmen durch Krieg oder Naturzerstörung gemacht wird, gehören verändert. Warum wird so etwas akzeptiert? Wie können wir da schweigen?“ äußerte eine Demonstrantin.

In der Kritik stehen unter anderem die Waffenverkäufe an den türkischen Staat. Das Geschäft boomt und die Bundesregierung konnte sich nicht zu einem Embargo durchringen. Und in Celle kommt dieser Irrsinn besonders zusammen: es leben unzählige Kurd*innen in der Region und gleichzeitig werden hier im Landkreis, in Unterlüß bei Rheinmetall Waffen produziert, die in kurdischen Gebieten töten und Menschen zur Flucht zwingen.

„Wir tragen hier eine Mitverantwortung in der BRD. So viel Leid, was überall passiert. Die Ausbeutung für unseren Wohlstand nimmt in der ganzen Welt unerträgliche Ausmaße an. Das will ich nicht länger akzeptieren“, stellte Nina Kliens fest.

Die Vielfältigkeit der Demonstrantin drückte sich auch durch Plakate und Sprüche aus. So wurde Klimaschutz und Rüstungsstopp gefordert – und die Parole „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ hat auch im Zusammenhang mit Krieg eine starke Bedeutung. Klar war auch die Aussage, dass es ohne Frieden keine Zukunft geben wird.

Am heutigen Tag gab es auch in vielen anderen deutschen Städten gemeinsame Demonstrationen, die sich für eine friedliche und ökologische Welt stark gemacht haben. Das Bündnis „Riseup 4 Rojava – Celle“ wird mit seinen Aktionen weitermachen. Für die zukünftige Zeit sind jeden Dienstag Demonstrationen geplant. Beginn ist immer um 17 Uhr an der Stechbahn.