Wathlinger FDP-Ortsverbandsvorsitzender Schadow erklärt Parteiaustritt

Politik Von Extern | am Mo., 12.10.2020 - 16:27

WATHLINGEN. Nach einer internen Auseinandersetzung in der FDP Wathlingen hat deren Ortsvorsitzender Alexander B. Schadow eigenen Angaben zufolge nach 27-jähriger Parteizugehörigkeit seinen Austritt aus der FDP erklärt. Schadow war bis zu diesem Datum mehr als 10 Jahre Vorsitzender des Ortsverbandes. Mit ihm hätten etwa die Hälfte der Mitglieder im Ortsverband ebenfalls ihren Austritt bekannt gegeben.

In einer Pressemitteilung von Schadow heißt es: 

Auslöser dieser Entscheidung war der gescheiterte Versuch, mit dem FDP-Kreisverbandsvorsitzenden Robert Kudrass, der zugleich Mitglied des FDP-Ortsverbandes ist und für diesen im Gemeinderat Nienhagen sitzt, eine friedliche und konstruktive Lösung hinsichtlich eines innerparteilichen Dissens herbeizuführen.

Diese Auseinandersetzung verdeutlichte, dass heutzutage selbst in einer liberalen Partei Gedanken- und Meinungsfreiheit nur beschränkt gewollt zu sein scheint. Liberale lassen sich jedoch keinen Maulkorb verpassen. Die ausscheidenden Mitglieder des FDP-Ortsverbandes, u. a. der ehemalige Landtagskandidat Ilja Führer, zeigten sich enttäuscht über die fehlende Kooperationsbereitschaft des Kreisverbandsvorsitzenden.

Bei der letzten Ortsvorstandssitzung wurde überdies deutlich, dass die einseitige Thematisierung des Themas „Begrünung des Kalibergs“ durch den Nienhägener Ratsherrn Robert Kudrass den ausscheidenden Mitgliedern zu kurz greift.

Alexander B. Schadow äußert sich dahingehend: „Gerade in Zeiten der derzeitigen coronabedingten Wirtschaftskrise und einer weltverändernden Situation dürfen Familien mit ihren existenziellen Ängsten nicht alleingelassen werden. Es bedarf des gesellschaftlichen Zusammenhaltes insbesondere auch vor Ort.“ Ilja Führer fügte hinzu: „Wir brauchen mehr Nachhaltigkeit in unserem Umgang mit den natürlichen Ressourcen, um für unsere Kinder eine lebenswerte Dorfgemeinschaft zu erhalten.“ In diesem Sinne wollen sich die ehemaligen FDP-Mitglieder ohne parteipolitisches Kalkül und ohne ideologische Vorgaben in einem Bürgerbündnis dafür engagieren, die vorhandene Infrastruktur in der Samtgemeinde Wathlingen zu sichern und weiterzuentwickeln. Einig ist man sich: Das Erreichte muss unbedingt erhalten bleiben und darf nicht auf einem parteipolitischen Altar geopfert werden.