HÖFER/HABIGHORST. Nach Beendigung der Flutung des Bergwerkes Mariaglück sind jetzt auch die beiden Schächte verfüllt worden. Das teilt die Betreiberfirma des Bergwerkes, die K+S Aktiengesellschaft mit. Der dauerhafte Verschluss der Schachtröhren mit einem Betondeckel soll im kommenden Frühjahr erfolgen.

Die für Salzbergwerke in Niedersachsen vorgeschriebene Flutung sei im Oktober 2001 begonnen worden. Dafür sei Wasser aus der Aschau entnommen sowie salzhaltige Lösungen anderer Bergwerksstandorte genutzt worden, insgesamt rund 5,7 Millionen Kubikmeter. Die Verfüllung der Schächte begann laut K + S im Mai 2016 in Habighorst und im September 2017 in Höfer. „Insgesamt wurden rund 62.000 Tonnen Schotter und Kies eingebracht. Derzeit finden noch Kontrollmessungen und Aufräumarbeiten statt und nicht mehr benötigtes Material wird abtransportiert. Der Rückbau der Halle sowie der Containeranlage am Schacht Mariaglück ist für das kommende Jahr vorgesehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zum Bergwerksbetrieb:
Die Teufarbeiten für die Schächte Mariaglück und Habighorst wurden 1909/1910 von zwei verschiedenen Bergwerksgesellschaften begonnen, die sich bald zu einem Unternehmen zusammenschlossen. 1914 wurde die
Produktion von Kalidünger und Steinsalz aufgenommen, aber bereits Anfang der 20er Jahre auf den Steinsalzbetrieb reduziert. Mitte der 40er Jahre erfolgte eine umfangreiche Modernisierung der  Produktionsanlagen, die schließlich doch 1977 stillgelegt wurden. Das Bergwerk wurde anschließend als Reservebergwerk geführt und vom Werk Niedersachsen-Riedel weiter betreut. Die übertägigen Produktionsanlagen wurden 2001 demontiert. Das Bergwerk erstreckte sich über eine Fläche von rund 1,8
Quadratkilometern unter den Ortschaften Höfer und Habighorst. Der tiefste Punkt war die 912-Meter-Sohle.

Über sein Unternehmensprofil schreibt K+S:
„K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden und will das EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Die rund 15.000 Mitarbeiter helfen Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen, die Industrien am Laufen halten, bereichern das tägliche Leben der Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com.

Für die Betreuung der stillgelegten Bergwerke ist die Einheit Inaktive Werke mit Sitz in Bad Salzdetfurth zuständig. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehören 30 Bergwerke und 43 Halden an ehemaligen Werksstandorten der K+S Gruppe, davon der überwiegende Teil in Niedersachsen.“

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